
Ohne Kunden, keine Knete. Das laufende Jahr wird zweifelsohne hart - das kann man mittlerweile an jeder Straßenecke hören. Das größte Problem ist aber wahrscheinlich das Ausbleiben neuer und auch alter Kunden. Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen wird es schwer, effektive und gut messbare Marketingmaßnahmen zu finden.
Die Gelben Seiten als althergebrachtes Marketingmittel haben dabei ausgedient – Denn wie wäre es, wenn kleine Computerfachhändler, Telefonanlagenspezialisten oder mittelständische Catering- und Eventagenturen ihre Neukunden einfach auf Knopfdruck bestellen könnten?
Das sogenannte Lead-Marketing-Modell bietet vor allem kleineren Unternehmen genau diese Möglichkeit. Dabei werden online aktuelle Kaufanfragen gegen eine geringe Gebühr an Fachhändler vermittelt. So können Händler und Dienstleister qualifizierte Neukunden mit einem echten Kaufinteresse gewinnen und neue Vertriebskanäle für ihre Produkte erschließen.
In den USA gehört die Vermittlung so genannter „Leads“, bereits zu den beliebtesten Marketingaktivitäten. Laut IDC Tech Marketing Barometer 2008 investieren amerikanische Unternehmen derzeit den größten Teil ihres Online-Marketingbudgets in den Kauf „heißer Leads“- und auch in Europa setzen immer mehr Händler auf diese Möglichkeit der Neukundengewinnung.
Seit Ende 2008 bietet die Internetplattform Käuferportal erstmalig auch deutschen Mittelständlern die Möglichkeit, Lead-Marketing zu betreiben. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin-Mitte vermittelt gegen einen produktspezifischen Festpreis Kundenanfragen aus dem B2B-Bereich an Fachhändler aus seinem Netzwerk.
Marketing als Heilsbringer gegen die Krise? Mehr oder weniger Marketing in Krisenzeiten? Diese Fragen brennen sicher vielen Unternehmern unter den Nägeln. Soll ich das vielleicht bald knappe Geld noch in den Schlund von Google und der Zeitung werfen? Dass Unternehmen am Marketingbudget als erstes sparen, ist nichts neues. Von den Konzernen bis zu den kleinen Mittelständlern wird am Budget geknapst. Aber ist das wirklich richtig?
Ich möchte heute sowohl eine Blog-Diskussion mit meinem Lesern, die hoffentlich zu den KMUs in Deutschland zählen, starten, also mit einem Stöckchen unter Bloggern. Denn auch hier befinden sich Unternehmer, die sicher ihre eigene Meinung haben.
Also: Liebe Leser, schreibt mir in den Kommentaren eure Meinung. Ist Marketing ein Mittel gegen die Krise?
Außerdem werfe ich das Blog-Stöckchen an meinen Blogger-Freund Thomas Kilian (Neukunden Magnet); an Jürgen Heinz (TENO-Blog), an Gerold Braun (geroldbraun.de) und an Susanna Künzl (Orakel Blog).
Viel Spaß! Ich freue mich auf eure Meinung.
Update:
Das Stöckchen ist gelandet bei:
Susanna Künzl
Gerold Braun
Beate Strauß
Sascha Langner
Thomas Kilian
Jürgen Heinz
Michael van Laar
Ludger Freese
Det Mueller
Henning Meyer
Heiko van Eckert
Dr. Michael Gerharz
Dr. Michael Franz
Matthias Schwenk
Wolfgang Heinrich
Martin Meyer-Gossner
Heide Liebmann
Christian Hoffmann
Eine neue Absolit-Studie „Online-Marketing-Trends 2009“ zeigt eindeutig, wo (angeblich) der Trend im Online Marketing hin geht. 75 Prozent der 474 befragten sehen Usability, SEO, SEM, E-Mail und Web-Controlling zum Pflichtprogramm des Online-Marketing gehörend. Stark im Kommen ist auch das Social Web. Elf Prozent mehr Unternehmen als noch 2007 wollen verstärkt nach Möglichkeiten suchen, in Communities Präsenz zu zeigen.
Laut der Studie gehören die Corporate Weblogs zu den Negativ-Trends. Waren es 2007 noch knapp sechzig Prozent der Unternehmen, die aktiv Blogs einsetzen, so sind es 2009 nur noch 48 Prozent. Ich sehe 48%, die Blogs führen, immer noch als eine gute Zahl an. Schließlich ist ein Weblog ja auch nicht für jedes Unternehmen geeignet.
Mehr zur Studie gibt es unter http://www.absolit.de/trends.htm.