
Heute vor drei Jahren ging der KMU-Marketing-Blog an den Start. Damals schrieb ich als Mission:
Der KMU-Marketing-Blog wird vom Journalisten und erfahrenen Berater für Unternehmenskommunikation, Marketing und E-Communications Frank Bärmann geführt und soll Ihnen Tipps, Tricks und Einblicke für Ihr Marketing geben. Themen wie Pressearbeit, E-Mail-Marketing, Newsletter, aber auch Internetrecht, E-Commerce oder virales Marketing finden hier ihren Platz.
Was habe ic davon wahr gemacht? Ich meine vieles. Der Anspruch, ein Ratgeber für KMU zu sein, besteht immer noch.
Ich würde mich echt freuen, wenn Ihr, liebe Leser, mir mal sagt, was Ihr vom KMU-Marketing-Blog haltet. Könnt Ihr mit den Themen und Texten etwas anfangen? Sind sie nützlich? Oder vermisst Ihr was? Schreibt mir eure Meinung. Ich will mich dann auch brav bedanken. Ich habe noch ein paar Bücher hier liegen, die ich dann unter allen Kommentatoren verlosen werde. Was das genau sein wird, verrate ich noch nicht.
Ich bedanke mich also für Eure hoffentlich zahlreichen Kommentare und Glückwünsche und verspreche, mein Ziel auch weierhin streng zu verfolgen - Immer im Dienste der KMUs.
Eure Frank Bärmann
Ich habe dieser Tage einen Newsletter des Businessportals Gründerzuschuss erhalten, in dem viele gute und brauchbare Tipps zur erfolgreichen Pressearbeit enthalten sind. Ich möchte nur einige Passagen zitieren (und kommentieren), wer den gesamten Newsletter erhalten möchte, kann ihn sich runterladen oder sich direkt anmelden.
Medienleute scheinen den Ruf zu genießen, nicht von dieser Welt oder völlig unerreichbar zu sein.
Falsch. Medienvertreter sind nette Menschen, die nur ihre Arbeit tun und von Bergen von Texten und Anfragen überhäuft werden.
Mit Journalisten kann man in der Regel locker und unverkrampft reden. Die sind ja neugierig, immer auf der Suche nach einer Story und wenn ich was Interessantes zu erzählen habe, hören die auch zu.
Richtig, eine gute Geschichte ist das A und O. Geschwafel ist Zeit stehlen, und Zeit ist Mangel bei Journalisten. Wenn man kein Thema hat, muss man sich eines machen. Zum Beispiel, dass die Firma die Patenschaft für ein Tier im Zoo übernehmen sollte. Zeitungen lieben solche Themen, vor allem in der Saure-Gurken-Zeit.
Gehen Sie mit der richtigen Erwartungshaltung auf Journalisten zu und akzeptieren Sie die Rollen- und Arbeitsteilung. Sie unterbreiten ein Angebot, lassen den Journalisten aber die Entscheidung, wie sie damit umgehen.
Genau. Wie oben beschrieben, ist der Job der Journalisten, Menschen zu informieren. Lassen Sie die Leute ihren Job machen, helfen Sie dabei. Aber nicht drängen.
Suchen Sie bei jedem Gespräch Ansatzpunkte, wie Sie Ihre Kontakte bei ihrer Arbeit unterstützen können. Fragen Sie zum Beispiel danach, für welche Themen sich eine Journalistin derzeit generell oder im Rahmen einer Sonderveröffentlichung interessiert. Verfügen Sie über Informationen hierzu? Inputs zu Themen, die bereits auf der Agenda der Journalistin oder der Redaktion stehen, eröffnen sehr viel bessere Veröffentlichungschancen als Pressemitteilungen, die Sie unverlangt einsenden. Es ist so, als würden Sie sich für eine bisher nur intern ausgeschriebene Stelle bewerben, statt eine Initiativbewerbung zu schicken.
Ein guter Tipp. Sonderveröffentlichungen und Themenpläne sind ein guter Einstieg. Die Arbeit ist zwar mühselig, lohnt sich aber allemal. Die Journalisten suchen geradezu nach Themen, die in ihren Plan passen. Hier gilt wieder: Sie helfen.
Einige Zeitungen oder Zeitschriften möchten einen Artikel an den Verkauf einer Anzeige koppeln. Sollte man das tun?
Kommt drauf an. Unseriös und verboten ist es allemal. Aber die wirtschaftliche Lage der Medien ist teilweise sehr prekär, dass man dafür Verständnis haben muss. Und manchmal ist ein Artikel in der Zeitung xy eben so wichtig, das man darauf eingehen muss. Bei seriösen Medien hat man nach wie vor eine Chance, mit einem interessanten Thema auch ohne Anzeige aufzutauchen.
Viele Pressemitteilungen gehen den direkten Weg vom E-Mail-Fach in den Papierkorb. Und zwar ungelesen. Der Grund: In der Betreff-Zeile der Mail finden sich keine relevanten Informationen. Formulieren Sie in der Betreffzeile deshalb unbedingt kurz und prägnant das Thema Ihrer Pressemitteilung und vergessen Sie nicht, auch die Buchstaben „PM“ (für Pressemitteilung) zu verwenden. Den kompletten Inhalt der Pressemitteilung sollten Sie in den Haupttext der Mail hineinkopieren, so dass die Journalisten keine Anhänge öffnen müssen, um die Mitteilung zu lesen. Ein Anhang mit der PM ist trotzdem als zusätzliches, leserfreundliches Angebot sinnvoll.
Genau: Erleichtern Sie dem Journalisten die Arbeit. Prägnanter Betreff, Text zum kopieren, Bild nur in kleiner Auflösung, sonst ist die Datei zu groß. Link zum Download oder Adresse zum Bestellen des Bildes. Mit dem Trick baermann@xikom.de?subject=Bilder_Presse können Sie sogar soweit gehen, dass der Journalist noch nicht mal mehr die Betreffzeile ausfüllen muss.
Nicht die Geduld verlieren
Schön wäre es, wenn die erste Pressemitteilung sofort in der Zeitung oder Zeitschrift abgedruckt würde. Aber täglich landen 50 bis 100 Mails mit Pressemitteilungen auf einem durchschnittlichen Redaktionsschreibtisch. Sich aus der Masse abzuheben, lässt sich durch Hartnäckigkeit erreichen. Verlieren Sie nicht die Geduld, wenn es nicht sofort klappt, sondern schieben Sie spätestens vier Wochen nach der ersten Aussendung eine zweite Pressemitteilung mit einem neuen, interessanten Inhalt nach. Den Stoff für eine dritte sollten Sie auch schon bereithalten. So gelingt es Ihnen, durch Kontinuität auf sich aufmerksam zu machen.
Wichtig ist Kontinuität und Geduld. Wie gesagt, die Berge der Briefe und Faxe und Massen der E-Mails an Redaktionen nehmen stetig zu. Und Hartnäckigkeit nicht mit Lästig sein verwechseln. Falsch ist: Jede Woche drei Mal anrufen und fragen, ob er sich den Text nun angesehen hat und ob er was bringen wird.
Kleine und mittlere Unternehmen fast aller Branchen tun sich häufig schwer mit der Erstellung und Durchführung von individuellen Werbemaßnahmen. Ein grundlegendes Problem ist dabei der Mangel an Zeit und Erfahrung. Aus diesem Grund wurde die Mittelstandsinitiative „Werbewissen für kleine Budgets“ ins Leben gerufen. Im Rahmen der Aktion startete am 15. Oktober 2009 ein Wettbewerb, der KMUs die Chance gibt, sich über Werbeideen zu informieren und Erfahrungen auszutauschen. Bis zum 31. Dezember 2009 können die Unternehmen ihre erfolgreichen Werbeaktionen online vorstellen, diese mit anderen diskutieren und bewerten lassen. Die besten Ideen werden von einer Experten-Jury mit Druckgutscheinen im Wert von insgesamt 2.500 Euro prämiert.
Auf der Internetseite www.innup.de/wewi können die Ideen kostenlos eingereicht werden. Die Website dient gleichzeitig als Plattform für die Präsentation der Beiträge und für den Austausch, denn die Teilnehmerbeiträge können hier kommentiert und diskutiert werden. Die Prämierung der Beiträge erfolgt auf zwei Wegen: Zunächst treffen Besucher der Wettbewerbsseite mit einem Voting eine Vorauswahl. Die zehn bestplatzierten Werbeaktionen aus der Praxis werden anschließend von einer Jury gekürt. Basis der Bewertung sind die Kriterien „Praxisnähe“, „Detailbeschreibung“ und „Kreativität“. Die Sieger werden angeschrieben und auf der Wettbewerbsseite vorgestellt.
Wieder einmal ist ein bekanntes Unternehmen ganz gehörig über die Bande der Social Communities und Bloggergemeinden Deutschlands gestolpert. Das jüngste Beispiel des Sportartikelherstellers Jako zeigt, wie man es nicht macht.
Die Geschehnisse rund um den Fall sind sicher überall bekannt, deshalb fasse ich nur kurz zusammen. Im April dieses Jahres äußerte sich der Blogger Frank Baade ein wenig böse über das neue Firmenlogo von Jako. Der Ärger ließ nicht lange auf sich warten. Der Sportausrüster aus Mulfingen-Hollenbach ließ den Blogger wegen “unzulässiger Schmähkritik” und “Bedrohung der wirtschaftlichen Interessen” verklagen.
Er löschte den Text aus seinem Blog und unterschrieb eine Unterlassungserklärung. Der Gegenstandswert der Auseinandersetzung wurde auf 25.000 Euro veranschlagt. Auch die angefallenen Kosten, die sich nach allerlei juristischen Hin und Her auf mehr als 1900 Euro beliefen, akzeptierte Baade, wenn auch um die Höhe noch diskutiert wurde.
Im August erhielt Baade erneut einen Brief von Jakos Anwältin. Jako forderte von ihm die Zahlung von 5100 Euro wegen einer angeblichen Verletzung der Unterlassungserklärung.
Eigene Adressen beim Postmailing mit Vorausverfügung schnell bereinigen
Wer heute Kundenmailing per Post versendet hat meist einen gut gepflegten Adressbestand. Das sollten man doch meinen! Aber es ist oft nicht so. Wir versenden oft Mailings an unsere Kunden mit dem günstigen Infobrief oder der Infopost und denken, wenn die Adresse nicht stimmt, dann kommt der Brief schon zurück. Ja und Nein.
Offiziell ist das Porto bei Infopost und auch Infobrief nur für einen Weg bezahlt und wenn der Empfänger unseres Werbebriefes verzogen ist, wird nicht immer automatisch dieser nachgesandt. Noch gravierender sind die Probleme, wenn der Kunde unbekannt verzogen ist, dann werden die Rückläufer nicht an Sie zurückgeschickt. Passiert das dennoch, so sind es oft nur wenige. Aber wie kann man diesem Umstand entgegen treten? Durch eine sogenannte Vorausverfügung oberhalb der Adresse. Diese kann zum Beispiel lauten: „Wenn unzustellbar zurück“. Somit ist gewähleistet, dass Ihr teures Mailing auch an Sie zurück geht. Die Rücksendung für diesen Brief kostet dann 22 Cent. Aber Sie wissen nun zuverlässig, welcher Ihrer Adressaten nicht mehr erreichbar ist und vermeiden so unnötige Portokosten bei Folgemailings. Wenn Sie die neue Adresse von der Post wissen wollen, heißt die Vorausverfügung : „ Wenn unzustellbar mit neuer Anschrift zurück“. Der Preis dafür beträgt 90 Cent, vorausgesetzt der Adressat hat der Post die Weitergabe erlaubt. Mehr Infos dazu finden Sie in der Broschüre „ Adressierte Werbesendungen: Infopost, Infobrief „ die im Internet auf der Seite der Deutschen Post heruntergeladen werden kann.
Fazit: Wenn Sie regelmäßig Ihre Adressen bereinigen/kontrollieren erhalten Sie den Wert der Datenbank und sparen bares Geld.
Gastbeitrag von Wolfgang Wenzel