Blogparade – Meine Lieblingstools, Plattformen und Dienste bei der Arbeit

Die Zahl der Tools, Plattformen und Dienste im Web scheint fast unendlich. Es gibt sozusagen für jeden Mist eine Lösung – naja fast. Ein Tool, das mir die Arbeit komplett abnimmt, gibt es allerding noch nicht. Gott sei Dank. Dann müsste ich mich ja langweilen.

Aber es ist schon einiges im Web zu finden, was mir die Arbeit erleichtert. Und es gibt sicher noch mehr Tools, Plattformen und Dienste – online und offline – die ich nicht kenne. Darum kam mir die Idee, meine Bloggerkollegen zu fragen – die Idee für meine erste Blogparade im Jahr 2017 war geboren. Dazu später mehr.

Natürlich möchte ich dir nicht meine persönlichen Lieblingstools, Plattformen und Dienste bei der Arbeit vorenthalten.

Als Freelancer und Marketer arbeite ich viel im Web. Naheliegend, dass auch die meisten Tools, Plattformen und Dienste im Web zu finden sind, sozusagen als Cloud-Lösung. Es gibt aber ein paar Dinge, die ich auf dem PC nutze – ja, ich nutze noch einen Windows PC und keinen hippen Mac. Ungewöhnlich für einen Marketingmenschen? Ich bin faul und will mich nicht umgewöhnen.

Doch nun zu den Tools, Plattformen und Diensten, die ich und meine Mitarbeiterin bei der Arbeit nutzen.

Aufgabenverwaltung, Workflows

Ich habe lange nach dem ultimativen Werkzeug für die Aufgabenverwaltung gesucht und viele getestet. Letztendlich bin ich bei Todoist Hängen geblieben. Warum? Weil das Werkzeug alle meine Bedürfnisse in Sachen Aufgabenverwaltung befriedigt. Anlegen von Projekten und Unterprojekten, Aufgaben schnell anlegen, im Team verteilen, Filtern verwenden, farbliche Kategorisierung, Weboberfläche, native App fürs iPhone und iPad und – was mir wichtig ist – Integration in Outlook.

Schnell aus einer eingehenden E-Mail eine Aufgabe erstellt? Ein Klick. Eine Aufgabe verschoben – ein Klick. Eine Aufgabe anlegen per Sprachbefehl – per Siri oder Alexa kein Problem. Und es geht noch mehr mit Todoist. Mit der App IFTTT (If this then that) werden Karten in Trello (s.u.), die mir zugewiesen werden, automatisch als Aufgabe in Todoist angelegt. Genial.

Vom Trello Kärtchen über IFTTT zu Todoist Aufgabe

Mit IFTTT könnte ich auch Fotos von meinem iPhone direkt zu Facebook oder Instagram senden, Aufgaben zu Erinnerung auf dem iPhone machen, Instagram Fotos automatisch in Flickr einstellen oder bei Twitter veröffentlichen etc.

Todoist ist in der Basisvariante kostenlos, die Business-Version, die das Arbeiten im Team ermöglicht, kostet pro Nutzer und Jahr € 28.99.

Content Planung

Wer wie wir viele verschiedene Blogs und Social-Media-Kanäle zu betreuen hat, benötigt ein System, um den Überblick über Themen, Kanäle und Wochen zu behalten. Die Content Planung erfolgt bei uns zeitlich im Google Kalender (pro Kunde) und inhaltlich in dem Webtool Trello. Trello ist eine webbasierte Projektmanagementsoftware, die mithilfe von Listen und Kärtchen Projekte verwaltet. Kanban lässt grüßen.

In Trello verwalten wir u.a. unsere Blog-Redaktionspläne, meistens in Kalenderwochen.

Wir verwalten die Blogbeiträge für unsere Kunden-Blogs in Kalenderwochen dort. Auch andere Projekte wie mein Podcast oder die PR-Beiträge für einen Kunden werden in eigenen Boards dort verwaltet. Trello ist kostenlos.

Notizen und Themensammlung

Neben einem Themenpool in Trello nutzen wir die digitalen Notizblöcke in OneNote. Bis vor zwei Jahren war ich Verfechter der Alternative Evernote. Mittlerweile bin ich dem Microsoft Tool verfallen. Das Gute ist, dass man auf jedem Gerät alle Notizbücher synchron hat und sehen und bearbeiten kann – selbst, wenn man offline ist.

In OneNote wird alles gesammelt, was nicht vergessen werden darf.

Per Smartphone oder Tablet werden Schnellnotizen, Sprachmemos oder gescannte Beiträge direkt in die passenden Notizbücher in OneNote abgelegt.

OneNote gibt es als kostenlose Web-App, die aber nur rudimentär zu nutzen ist. Den richtigen Nutzen bietet das Tool mit einem Office365-Abo.

Social Media Tools

Wenn du viele verschiedenen Social-Media-Kanäle für verschiedene Kunden oder Projekte betreuen musst, solltest du auf ein Tool wie Hootsuite oder Buffer zurückgreifen. Hier gibt es unterschiedliche Meinungen zu beiden Tools. Wir haben uns für Hootsuite entschieden, weil es diese Oberfläche in Deutsch gibt und Hootsuite lange Zeit die einzige Lösung war mit einer Schnittstelle zu Google+. Mittlerweile tun sich die beiden Lösungen nichts mehr.

Dann gibt es noch Spezial-Lösungen für ganz spezielle Aufgaben. Ich persönlich bin neben Twitter ein Fan von Instagram und habe mich in diesem Bereich auch ein wenig spezialisiert.
Um zu Anfang schnell eine Reichweite durch sinnvolle Abonnenten aufzubauen, nutze ich für meine Kunden Socialinfluence. Mit dieser Cloud Lösung baust du schnell Abonnenten für ein Instagram-Profil auf – ganz automatisch und legal.

Wenn es ein Ding gibt, dass mich bei Instagram ärgert, dann ist es die Tatsache, dass man jedes Bild und Video nur mit dem Smartphone einstellen kann. Zwar bietet Hootsuite den Umweg vom PC zur Hootsuite App auf dem Smartphone und dann zu Instagram, ein wenig nervig war das aber schon. Nun bin ich auf die Lösung Gramblr gestoßen. Das ist eine Anwendung für Windows oder Mac OS X, mit der man vom Rechner aus die Fotos und Videos zu Instagram schieben kann. Genial einfach und kostenlos.

Mit gramblr lädst du Bilder und Videos vom PC aus zu Instagram.

Hin und wieder muss ich gewisse Funktionen für meine Kunden automatisieren. Dazu eignen sich die Cloud Lösungen Holr und Crowdfire ganz gut. Und wer sich die Fotos für jedes soziale Netzwerk in der passenden Größe zurecht schneiden lassen will, dem empfehle ich Landscape.

Texthilfen und Tools für die Pressearbeit

Auch im Bereich Pressearbeit nutzt der moderne PR-Manager heutzutage diverse Werkzeuge, um die Arbeit effizienter erledigen zu können.

Die Webüberwachung erfolgt bei uns über drei Tools: Google Alerts, Mention und Genios.

Die weiteste Überwachung leisten die Google Alerts. Mit den Alerts erhält man eine Nachricht, wenn irgendwo im Netz ein Suchbegriff auftaucht. Das Tool Mention durchsucht gezielt Social Media Auftritte und auch das Web. Da wir im PR-Bereich aber eigentlich gezielt nach Medien-Erwähnungen suchen, nutzen wir den Dienst Genios. Hier kann man gezielt nach Veröffentlichungen in Zeitungen und Fachmagazinen recherchieren und die gefundenen Treffer dann käuflich erwerben. Auch Mention ist leider nur in der Bezahlversion sinnvoll einsetzbar. 2 Suchprofile, maximal 3.000 Erwähnungen kosten 29€ im Monat.

Mention durchsucht zahlreiche Social Media Profile nach einem Keyword.

Was zudem bei der täglichen Textarbeit wertvolle Hilfe leistet ist der Duden Korrektor. Was vor einigen Jahren vom Duden-Verlag gestartet und einige Zeit später wieder eingestampft wurde, ist nun wieder da – und zwar als Plugin für Microsoft Office ab Version 2010 auf Windows 7, 8, 8.1, 10. Der Duden Korrektor 12 wird einfach als Plugin installiert und korrigiert im Dokumenten bzw. in der E-Mail mit einem Klick den Text.

Jeder weiß, wie grottenschlecht die eigene Microsoft-Korrektur ist. Jetzt wird nach Duden-Richtlinien korrigiert. Ein unentbehrliches Werkzeug für jeden Texter, finde ich.

Die Vollversion kostet einmalig 79 € zzgl. MwSt.

Screen-Tutorials und Podcasting

Zum Schluss möchte ich kurz auf die Werkzeuge eingehen, die ich für die Erstellung der Podcast Episoden und Video Tutorials nutze.

Die Skype Gespräche werden mit Pamela for Skype oder Callnote von Kandasoft aufgenommen und mit Audacity bearbeitet.

Screen-Tutorials erstelle ich mit dem VSDC Free Screen Recorder oder der Webapplikation Screencastify, je nachdem, welche Anforderungen erfüllt sein müssen. Geschnitten werden die Videos mit dem VSDC Video Editor.

Einladung zur Blogparade

Wie ich bereits zu Anfang schrieb, möchte ich von euch, liebe Blogger-Kollegen, liebe Freelancer, Agenturinhaber, PR- und Marketingverantwortliche wissen, welche Tools ihr für eure tägliche Arbeit als unverzichtbar haltet. Ich hoffe, dass wir eine riesige Liste zusammentragen können, von der jeder einen Nutzen hat.

Was musst du tun?

Schreibe einen Blogbeitrag zum Thema „Meine Lieblingstools, Plattformen und Dienste bei der Arbeit“ in deinem Blog, verlinke auf diesen Beitrag, gib uns in den Kommentaren einen Hinweis auf deinen Blogbeitrag und teile diese Blogparade in allen Kanälen, die du bedienst.

Die Blogparade läuft bis 30.4.2017.

Der Twitter-Hashtag lautet #MeineLieblingstools.

Der Permalink zu dieser Blogparade lautet: http://www.kmu-marketing-blog.de/2017/03/blogparade-meine-lieblingstools-plattformen-und-dienste-bei-der-arbeit

Was ist eine Blogparade?
Eine Blogparade ist eine gemeinsame Aktion vieler Blogger zu einem bestimmten Thema, das von einem Blogger/Blog-Betreiber vorgegeben wird (Veranstalter der Parade). Der Aufruf ist in der Regel ein Auftakt-Blogartikel zum Thema, auf den alle anderen Blogger in einem eigenen Artikel nun hinweisen und verlinken. Eine Blogparade läuft innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums. Der Veranstalter sammelt die Links zu allen Beiträgen und veröffentlicht sie.

Was bringt es mitzumachen?
Von einer Blogparade profitieren alle: Veranstalter, teilnehmende Blogger und deren Leser.

Alle Blogger erhalten ein spannendes, interessantes oder lustiges Thema, über das sie schreiben können.

Durch die gegenseitigen Verlinkung und Verbreitung erhalten alle teilnehmenden Blogs neue Leser und viel Aufmerksamkeit.

Die Leser einzelner Blogs lernen neue, interessante Blogs kennen.

Weitere Infos zum Thema Blogparade gibt es hier http://blog-parade.de/faq/

Foto: geralt / pixabay / CC0 Public Domain

6 thoughts on “Blogparade – Meine Lieblingstools, Plattformen und Dienste bei der Arbeit

  1. Als ehemaliger Evernote Nutzer, der sich durch Evernote vergrault gefühlt hat, teste ich gerade auch OneNote. OneNote gibt es zumindest für den Mac auch als native App für die ich zur Syncronisation nur ein kostenloses Microsoft Konto brauche. Was daran rudimentär ist, erschließt sich mir nicht. Oder anders herum gefragt: Was kann denn die „Vollversion“ noch mehr? Fliegen? Aus Seenot retten? Essen kochen?

  2. Hallo Michael,

    ich kenne die App für Mac gar nicht und ich bin ehrlich gesagt auch nicht der wirkliche OneNote Experte. Die kostenlose WebApp nutze ich auch sehr selten.
    Was ich aber weiß, dass das richtige Office-OneNote aus den Office365 Paketen als einziges erlaubt, Notizbücher nicht nur auf OneDrive / OneDrive for Business und SharePoint zu speichern, sondern auch auf lokalen Platten oder Netzwerkfreigaben. Wer auf seine lokal gespeicherten Notizbücher mit anderen Geräten, Systemen oder OneNote-Versionen zugreifen möchte, muss sie zwingend zuvor in die Cloud transferieren.

    Wenn ich mir die WebApp ansehe (ich kann als Office 365 Abonnenten beides nutzen), sehe ich z.B. keine Möglichkeit zur Einbinden von Excel-Tabellen und Visio-Diagrammen, keinen Abgleich von Aufgaben oder Kontakten mit Outlook, Export ins Word-Format, etc. Die bleiben der Office-Version von OneNote 2016 vorbehalten.
    Auch die Funktion des Zeichnens, die ich ab und zu nutze, um Skizzen zu erstellen, fehlt dort.

    Natürlich kann man durchaus mit den kostenlosen Versionen arbeiten. Ich selbst komme damit nicht klar, weil ich die verschiedenen Ablageort – vor alle OneDrive for Business und Sharepoint nutze und auch einig der genannten Funktionen.

    Gruß
    Frank

  3. Hallo Frank,

    eine sehr tolle Blogparade! Das gibt mir auch endlich mal den Schups mein Setup vorzustellen, anstelle von all den anderen Themen in meinem Blog.

    Bin bereits dabei zu schreiben. Sobald der Artikel fertig ist werde ich hier den Link posten 😀

    produktive Grüße
    Merlin

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