
Das Institut für Online-Markenführung IFOM hat eine sehr intererssante B2B-Studie „IFOM-Online-Klima“ veröffentlicht. Sie zeigt, dass viele Unternehmen im Industrieumfeld die immer stärkere Relevanz des Internets für Ihr Geschäft bereits erkennen, jedoch noch nicht in der Lage sind, die Vorteile konsequent zu nutzen, um ihre Unternehmensziele zu erreichen.
Eine aktuelle Umfrage unter PR- und Marketingverantwortlichen in deutschen Unternehmen durch die Berliner PR-Agentur index weist Online-Kommunikation als Kerndisziplin der PR aus. Bereits heute investiert jeder vierte Befragte mehr als die Hälfte seiner Arbeitszeit in den Bereich Online-PR. Zudem herrscht Einigkeit, dass dieser Anteil weiter steigt, denn über das Internet wird schnell und kostengünstig kommuniziert. Als größten Mangel der Online-PR sehen die Experten die Wahrnehmbarkeit.
Online-Marketing scheint offenbar gegenläufig zum Trend der sinkenden Werbebudgets zu stehen. Einer Studie von Forbes zufolge stehen die Marketing-Maßnahmen im Web sowohl bei den Big Playern als auch bei KMUs hoch im Kurs. So waren 53 Prozent der Großen der Ansicht waren, dass SEO das wichtigste Instrument sei. Danach folgten die Pay-Per-Click-Methode für Werbung (43 Prozent), wie sie z.B. bei Google Adwords eingesetzt wird und E-Mail-Marketing bzw. Newsletter-Versand (39 Prozent). Auch bei den KMUs lag SEO mit 48 Prozent ganz vorne. Hier kamen E-Mail-Marketing und Newsletter-Versand auf Platz 2 (46 Prozent).
Dieses Ergebnis überrascht grundsätzlich nicht, denn beim Online-Marketing ist das Budget zurzeit besser aufgehoben als z.B. bei der klassischen Printwerbung. Zielgenaue Kampagnen, bessere Steuerungs- und Kontrollmöglichkeiten sind die Trümpfe des Online-Marketing. Überrascht bin ich von dem Ergebnis, dass die Pay-Per-Click-Methode bei den KMUs nicht auf Platz 2 oder gar 1 gelandet ist. SEO ist zwar wichtig, aber kann schnell viel Geld verschlingen. Pay-Per-Click ist in meinen Augen das Non-Plus-Ultra bei der Werbeabrechnung und gerade für KMU gut geeignet.
Auch scheint das Thema Web 2.0 / Social Media Marketing keinen Stellenwert zu haben, obwohl es ganz neue Wege und Möglichkeiten in der Kommunikation eröffnet: Netzwerke, Plattformen wie youtube oder Twitter sind in den aktuellen Budget nicht angekommen. Video-Clips z.B., die im Rahmen einer Viral Marketing Aktion über Portale wie youtube gut einsetzbar sind, schnitten mit schlechter zehn und sechs Prozent ab.
Laut einer von Neo@Ogilvy veröffentlichten Studie wollen 79 Prozent der Media-Entscheider in 2009 mehr in Online-Marketing investieren als 2008. Das verwundert nicht, denn Online Marketing bietet offenbar das effektivere Instrumentarium vor allem, wenn das Geld knapper ist. Das bestätigen auch die Teilnehmer an der besagten Studie. 77 Prozent der Marketer in Europa halten digitale Medien für flexibel einsetzbar, 64 Prozent finden, dass sich Kunden angepeilter Zielgruppen damit gut erreichen lassen. Immerhin 43 Prozent sind sogar der Meinung, dass eMarketing besserer Ergebnisse generiere als klassische Maßnahmen.
Befragt wurden Firmen in 14 europäischen Ländern, darunter die größten Treiber der Wirtschaft, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Schweden.
Quelle ECIN
Eine neue Absolit-Studie „Online-Marketing-Trends 2009“ zeigt eindeutig, wo (angeblich) der Trend im Online Marketing hin geht. 75 Prozent der 474 befragten sehen Usability, SEO, SEM, E-Mail und Web-Controlling zum Pflichtprogramm des Online-Marketing gehörend. Stark im Kommen ist auch das Social Web. Elf Prozent mehr Unternehmen als noch 2007 wollen verstärkt nach Möglichkeiten suchen, in Communities Präsenz zu zeigen.
Laut der Studie gehören die Corporate Weblogs zu den Negativ-Trends. Waren es 2007 noch knapp sechzig Prozent der Unternehmen, die aktiv Blogs einsetzen, so sind es 2009 nur noch 48 Prozent. Ich sehe 48%, die Blogs führen, immer noch als eine gute Zahl an. Schließlich ist ein Weblog ja auch nicht für jedes Unternehmen geeignet.
Mehr zur Studie gibt es unter http://www.absolit.de/trends.htm.
Einer Studie des Microsoft adCenter zufolge machen 59 Prozent der KMU keinerlei Gebrauch von den Möglichkeiten des Suchmaschinen-Marketing (SEM). Von diesen haben 90 Prozent sogar generell auf jeglichen Versuch in dieser Richtung verzichtet. Das ist schade, denn besonders den kleineren Unternehmen kann SEM einen großen Vorteil bieten. Durch die sehr transparente und faire Cost-per-Click Abrechnung wird nur für tatsächliche Leistungen – der Klick eines Suchmaschinenbesuchers auf die Anzeige – bezahlt. Im Unterschied zur alten TKP Abrechnung viel effizienter.
Allerdings, und das scheint der Grund für diese Zurückhaltung zu sein, sind die Hürden bis zum optimalen Lauf einer SEM Kampagne noch ziemlich hoch. Sieben von zehn Geschäftsführern kleinerer Betriebe trauen sich eher zu, ihre betriebliche Steuererklärung selbst zu erledigen, als einen SEM-Plan aufzustellen.
Sicherlich kann man beim SEM – wie bei den anderen Marketing Aktivitäten auch – schnell sein Geld verbrennen, wenn man keine Ahnung hat. Eine Unterstützung von Experten ist hier sicherlich angeraten. Wenn man SEM aber gut macht, kann man mit wenig Geld viel Werbung machen und neue Kunden / Besucher auf die Webseite lotsen.
Denn immerhin gaben in der Studie fast zwei Drittel der 41%, die SEM machen, an, deutlich höheren Kundenanfragen zu erzielen. 68 Prozent bezeichnen sich als sehr zufrieden, was den Erfolg ihrer SEM-Maßnahmen betrifft.
Gefunden bei ECIN.