
Gerade eben bin ich auf eine interessante Umfrage der WirtschaftsWoche unter den 30 größten börsennotierten Unternehmen zum Thema Social Media gestoßen. Diese besagt, dass 21 Konzerne den Kurznachrichtendienst Twitter nutzen und 17 betreiben eine Fanpage in Facebook. YouTube verwenden 16 Großunternehmen. Nur fünf der 30 Dax-Firmen nutzen virtuelle Plattformen überhaupt nicht, darunter Commerzbank und der Rohstoffkonzern K+S.
Interessant sind auch die Einsatzgebiete von soziale Plattformen im Netz: 21 der befragten Konzernen nutzen soziale Plattformen für Kommunikation und PR, 16 für Marketing und Kundenmanagement. 7 Konzerne sind dort mit dem Ziel Vertrieb und Kundenservice aktiv, 11 Unternehmen wollen mittels Facebook, Xing oder LinkedIn neue Mitarbeiter finden.
Mein Blogger Kollege Klaus Eck hat mich auf einen interessanten Beitrag geleitet, der sich mit dem Thema “Social Media in der B2B-Kommunikation” beschäftigt. Es geht dabei um die Frage, ob das Social Web für deutsche B2B-Unternehmen womöglich keine große Rolle spielt bzw. worin diese bestehen könnte. Diese Ausgangsfragen führten zu einer Kooperation zwischen der PR-Agentur profilwerkstatt und dem Studiengang Bachelor-Studiengang Online-Journalismus an der Hochschule Darmstadt.
Ein Team von sechs PR-Studenten ist im Rahmen eines Lehrforschungsprojektes diesen Fragen nachgegangen und hat nun das Ergebnis der Untersuchung „Mehr Wert schaffen – Social Media in der B2B-Kommunikation“ vorgestellt.
Die Erkenntnisse aus dieser Untersuchung mündeten schließlich in zehn Fragen und Tipps für B2B-Unternehmen, die den Einstieg ins Social Web erleichtern sollen.
1. Passen Social Media zur Unternehmenskultur?
2. Möchten Sie den öffentlichen Dialog?
3. Wo kann ich meine Stakeholder im Social Web erreichen?
4. Lässt sich innerhalb der Branche ein Netzwerk aufbauen?
5. Welche Stakeholder möchten wir erreichen?
6. Denken Sie in Themen.
7. Kennen Sie das Handwerkzeug!
8. Social Media macht man nicht nebenher.
9. Stehen Sie dahinter.
10. Ist ein interner Einsatz sinnvoll?
Wer mehr Details erfahren will, möge bitte hier weiterlesen…
Heute ist im Marktingshop-Blog ein Interview mit mir höchstpersönlich zum Thema “Social Media Marketing: Soziale Netzwerke sind kein Allheilmittel für alle Unternehmen” erschienen. Darin nehme ich zu Fragen rund um das Thema “Social Media Marketing” Stellung und beziehe eine eindeutige Position zum Social Media Hype.
Das Interview ist im Vorfeld des gerade erschienen Buches „Erfolgsratgeber Neukundengewinnung“ gemacht worden, an dem ich als Gastautor zum Thema Twitter mitgearbeiter habe.
Werde Fan von meiner Firmenseite auf Facebook und gewinne eines von drei interessanten Büchern. Unter allen Fans, die sich ab heute bis zum 30.06.2010 anmelden, verlose ich folgende Bücher:
“Corporate Blogs” von Klaus Eck
“Zukunftstrend Empfehlungsmarketing” und
“Kunden auf der Flucht?” beide von Anne M. Schüller.
XIKOM Neues Marketing

Wirb ebenfalls für deine Seite
Vor einigen Tagen bekam ich eine E-Mail von einem jungen Unternehmen, das Social Ambient Media Marketing für KMU anbietet. “Social Ambient Media Marketing für KMU?” dachte ich. Mal sehen, was dahinter steckt. Das Unternehmen Werbeboten Media kombiniert Ambient Marketing, also Marketing am Aufenthaltsort des Konsumenten mit dem Social Media Komponente. Heraus gekommen sind sogenannte Werbeboten, speziell ausgewählte extrovertierte Menschen, die T-Shirts mit einer Werbebotschaft rumtragen.

Die Werbeboten stellen eine Art „mobile Werbefläche“ dar und bewegen sich aktiv mit der Zielgruppe z.B. in der Uni, mit Freunden, auf Parties und sorgen so für Aufmerksamkeit. Darüber hinaus berichten die Werbeboten in ihren Online Medien wie ihre Twitter- und Facebook-Accounts oder Blogs, welches T-Shirt getragen wird und führen bestimmte aufmerksamkeitsträchtige Aktionen durch und erstellen Fotos und Videos mit besonders hohem viralem Verbreitungspotential.
Warum?
Menschen reagieren auf die Fülle von Werbeinformationen immer weniger, so dass Werbebotschaften von Unternehmen ihren Werbeeffekt verlieren. Zusätzlich entstehen oft hohe Streuverluste, da Unternehmen sich nicht klar darüber sind wo Ihre Zielgruppe aktiv ist. Empfehlungen von Freunden und Bekannten vertraut man wesentlich mehr als einer Werbebotschaft aus dem Fernsehen. Auf diesen „Bekannten-Faktor“ setzt werbeboten.de. Durch den Faktor „persönliche Beziehung“ erhält die Werbebotschaft eine besondere Aufmerksamkeit im Bekanntenkreis unserer Werbeboten und Streuverluste können so drastisch reduziert werden. Unsere besten Boten besitzen über 1.000 persönliche Kontakte.
Für wen?
Geeignet ist dieser Service für mittlere als auch große Unternehmen. Einerseits lässt sich mit Werbeboten ein kurzfristiger Werbeeffekt erzielen indem direkt auf ein bestimmtes Produkt oder Webseite hingewiesen und dadurch die Sichtbarkeit im Internet durch verschiedene Postings und Links verbessert wird. Weiterhin unterstützt Werbeboten-Marketing durch einen sehr hohen Involvement-Faktor auch den Aufbau einer Marke. Werbeboten-Aktionen bleiben bei allen Beteiligten im Kopf.
Da Thema Social Media und Web 2.0 wird offenbar zum neuen Trendthema für mein Blog. Kein Wunder. Fast täglich liest man über neue Studien, liest neue Abhandlungen und News. Ich habe gleich drei neue Seiten gefunden, die ich Euch gerne zusammenfassen und vorstellen möchte.
Das Portal Unternehmer.de z.B. versucht zu erklären, wozu das Social Web für den Mittelstand gut ist. Eine Herausforderung, der ich auch jeden Tag begegne.
Zunächst erlaube ich mir, die Erklärung von Social Web zu zitieren:
“Das Social Web ist ein Netz der Kommunikation. Ganz neue Kommunikationsformen haben sich in den vergangenen Jahren herausgebildet und wurden von den im Internet agierenden Menschen angenommen und mit Leben erfüllt. Das darf man nicht negieren oder herabwürdigen.
Es wird miteinander geredet, Beiträge von Menschen in Blogs und Foren werden kommentiert und an andere weitergeleitet, Fotos werden in Galerien öffentlich abgelegt. In Social Networks wie Facebook, studiVZ und wer-kennt-wen findet man alte und neue Freunde und vernetzt sich mit diesen.
Es entsteht ein Geflecht von sozialen Beziehungen und von Informationen, die ausgetauscht und bewertet werden. Auf Facebook sind aktuell 7,7 Millionen Deutsche aktiv!”
Der Autor des Beitrag sieht nun im Monitoring einen ersten Nutzen im Social Web für den Mittelstand. Man kann den Markt leicht überwachen, ob über das eigene Produkt oder die Firma gesprochen wird. Und man kann zuhören. Was sind die Themen, über die im Web gesprochen wird? Ist mein Unternehmen dabei? Gibt es Kritik oder Lob? Das ist im Social Web sehr viel leichter als früher.
Wenn man dann heraus gefunden hat, wo wer über das Produkt X oder die Firma Y redet, kann man als nächstes in die Kommunikation aktiv einsteigen – in einem Netzwerk, über ein Weblog oder über Twitter.
Eine wichtige Einsicht ist der Satz: Social Media Marketing ist Kundenbindung. Die Kunden faszinieren, aktiv einbinden und teilnehmen lassen macht sie zu treuen Kunden. Das habe ich hier schon dargestellt.
Eine Studie von Steria Mummert Consulting (via marktforschung.de) in Zusammenarbeit mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung hat nun erkannt, dass die Social Media Praxis zumindest im Vertrieb noch düster aussieht.
“40 Prozent der Fach- und Führungskräfte deutscher Unternehmen bemängeln Defizite bei der Umsetzung neuer Vertriebstrends – beispielsweise Web-2.0-Tools wie Blogs und soziale Onlinenetzwerke”.
Es seien aber weitere Investitionen in die Kundenkommunikation im Internet, um den Onlinevertrieb weiter in Richtung Social-Media-Vertrieb auszubauen.
Die Entscheider kommen also zu dem Ergebnis, dass die Einbeziehung von Social Media in den Vertrieb ein Erfolgsfaktor für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit ist. Ah ja. Dazu müssen die Vertriebsabläufe angepasst werden und das Vertriebspersonal zu Web-2.0-Experten geschult werden. Die Einsicht ist zwar richtig und überfällig, es müssen aber eigentlich keine Web-2.0-Experten sein. Es reicht der gesunde Menschenverstand aus im Umgang mit Menschen. Die Zeiten, in denen Vertriebler denken, dem Kunden einen Gefallen zu tun, wenn man ihm sein Produkt verkauft, sind endgültig vorbei. Offener, ehrlicher und direkter Umgang mit dem Kunden reicht hier schon.
Insgesamt zeigen die beiden Texte, dass sich die Unternehmenswelt mit Social Media auseinandersetzt, auch der Mittelstand. Ich sage: Weiter so!