Frank Bärmann

Geteilte Meinung zu Corporate Blogs

Geschrieben am Mittwoch, 29. April 2009 von Frank Baermann

Eine aktuelle Studie von Schwartz Public Relations und dem globalen PR-Netzwerk Eurocom Worldwide zeigt auf, dass das Thema Blogging bei den Firmen noch sehr unterschiedlich bewertet wírd. Einerseits betreibt laut der Umfrage nur ein Drittel einen eigenen Blog.

Hierfür werden Gründe wie “zu hoher Aufwand” (36%), “Angst, negativ aufzufallen” (12%,) oder “kein Mehrwert (33%) genannt. Das ist schade, denn diese Gründe könnte man in einem gründlichen und professionellen Beratungsgespräch größtenteils entkräften. Zwar führt ein gutes Firmen-Weblog tatsächlich zu Mehrarbeit, diese zahlt sich aber bald positiv durch neue Kontakte, aktive Kommunikation mit den Kunden und ein gutes Google Ranking aus. Auch die Angst, mit dem Blog negativ aufzufallen, ist sicher nicht unberechtigt, kann aber durch gute Qualität minimiert werden. Das Argument “Kein Mehrwert” verstehe ich wirklich nicht.

Doch es gab auch Unternehmen, die bereits per Blog kommunizieren. Über die Hälfte derer sehen darin vor allem eine Chance, die Interaktion mit ihren Kunden zu intensivieren. Weitere 23% der aktiv bloggenden Firmen tun dies, um sich an branchenrelevanten Debatten und Themen zu beteiligen. Nur 14% werten Blogs als Chance, das Firmenprofil zu stärken, und 11% nutzen Blogging einfach als Mittel für die Suchmaschinenoptimierung. Aha, es geht also.

Der bloggende Fleischer

Geschrieben am Mittwoch, 18. März 2009 von Frank Baermann

Heute möchte ich allen Skeptikern, die nicht glauben wollen, dass ein Weblog eines kleinen Unternehmens erfolgreich sein kann und Erfolge bringt, eines Besseren belehren. Im schönen Oldenburger Münsterland gibt es eine Fleischerei mit Partyservice und Grillrestaurant von Ludger Freese. Dieser Herr Freese bloggt seit einiger Zeit und ist extrem erfolgreich damit. Das Blog heißt schlicht und einfach “Essen kommen!” und einfach toll. Im Telefongespräch hat mir Ludger Freese erzählt, dass er im Monat bis zu 70.000 Besucher (!) hat - 70.000. Durch das Blog ist Herr Freese so bekannt geworden, dass sich die Medien - Fernsehen, Rundfunk und Magazine wie Spiegel (ich hoffe, das habe ich richtig in Erinnerung, Herr Freese, sonst bitte korrigieren) die Klinke in die Hand geben, um ihn zum Interview zu bitten. Herr Freese hat durch das Blog einen Bekanntheitsgrad erreicht, den er sich nie vorgestellt hätte. Dadurch kommen natürlich neue Kunden in seinen Laden in Visbek. Genug des Lobes.

Ich will damit nur zeigen, dass es wirklich geht und auch Sinn macht, wenn nur ein wenig Zeit investiert in ein solches Blog. In seiner Blogroll hat Herr Freese übrigens ein Blog von einem Bauunternehmen und einem Zimmermann. Auch kleine Handwerksbetriebe. Also nur Mut Ihr Handwerker, Kaufleute und Mittelständler.

Die fünf Pflichten des Online-Marketing

Geschrieben am Montag, 02. Februar 2009 von Frank Baermann

Eine neue Absolit-Studie „Online-Marketing-Trends 2009“ zeigt eindeutig, wo (angeblich) der Trend im Online Marketing hin geht. 75 Prozent der 474 befragten sehen Usability, SEO, SEM, E-Mail und Web-Controlling zum Pflichtprogramm des Online-Marketing gehörend. Stark im Kommen ist auch das Social Web. Elf Prozent mehr Unternehmen als noch 2007 wollen verstärkt nach Möglichkeiten suchen, in Communities Präsenz zu zeigen.

Laut der Studie gehören die Corporate Weblogs zu den Negativ-Trends. Waren es 2007 noch knapp sechzig Prozent der Unternehmen, die aktiv Blogs einsetzen, so sind es 2009 nur noch 48 Prozent. Ich sehe 48%, die Blogs führen, immer noch als eine gute Zahl an. Schließlich ist ein Weblog ja auch nicht für jedes Unternehmen geeignet.

Mehr zur Studie gibt es unter http://www.absolit.de/trends.htm.

Blogger’s Infoecke

Geschrieben am Freitag, 10. Oktober 2008 von Frank Baermann

Heute möchte ich mich noch einmal oder wieder dem Thema Blogs bzw. Corporate Blogs widmen. Es geht in vielen Teilen der Unternehmerwelt immer noch um Missionsarbeit, was diese Dinge betrifft. So ergab eine Studie von Eurocom Worldwide folgendes:

“Nur knapp ein Drittel der Befragten (28%) gab an, dass sie, beziehungsweise ihre Firma, einen Blog unterhalten würden. [...] Knapp die Hälfte der Befragten (47%) gab an, dass sie keine Blogs in ihrer Kommunikation verwenden würden. Als wichtigsten Grund hierfür nannten 42%, dass sie sich von Blogs keinen signifikanten Mehrwert versprechen. 32% betonten zudem, dass Blogs einfach Zeit verschlingen und der erforderliche Aufwand in keinem Verhältnis zum Output stehe.”

Immerhin sahen die 28% der Befragten, die Blogs in ihrer öffentlichen Kommunikation bereits verwenden, einen echten Mehrwert darin. Ein Lichtblick.

“[...] begründeten 50% diese Maßnahme mit dem Argument, die Interaktion mit Kunden und Öffentlichkeit per Blogging verbessern zu wollen. Weitere 21% gaben an, Blogs zu nutzen, um sich an fachlichen und Branchendebatten gezielter zu beteiligen. 19% verwenden Blogs, um ihr öffentliches Profil zu schärfen und 10% setzen Blogging aus Gründen der Suchmaschinenoptimierung ein.”

Klar, Weblogs zu führen macht Arbeit, kostet Zeit. Aber die Vorteile, neben der besseren Suchmaschinenplatzierung, sind enorm - wenn man das geeignete Thema zu Bloggen hat. Corporate Blogs können aber ganz verschiedene Blickwinkel haben: EIn Blog des Konzernvorstands (täte manchen Managern mal gut), ein Blog über die Hintergründe des Unternehmens (Hinter die Kulissen), ein Blog von Mitarbeitern für Mitarbeiter und die Öffentlichkeit, ein Blog, um sich in einem Fachgebiet zu positionieren (Vordenkerrolle) oder ganz einfach, ein Blog, um im regen Austausch mit dem Kunden, dem Konsumten zu stehen (siehe FROSTA). Die Möglichkeiten sind vielfältig, nur darf ein Blog nicht zu PR-Zwecken missbraucht werden. Ein Blog muss individuell, abgekoppelt von der Sprache des Unternehmens und der Webseite sein, muss lebendig sein. Das besagt auch ein Beitrag bei ECIN, den ich kürzlich gelesen habe.