Es gibt Texte, die sind einfach besser als andere. Und bei einigen stellen wir fest: „Das ist es einfach nicht!“ Daran könnten langatmige Formulierungen schuld sein, welche dieser ähneln:

„Gemäß Ihrer eher unkonventionellen, etwas überraschenden Vorgehensweise in letzter Zeit, die mit einiger ansehnlicher, teils auch intensiver und emotionaler Resonanz seitens der Kunden einherging, möchte ich Ihnen, quasi als Frucht Ihrer Arbeit, am kommenden Montag in Raum …“

Ja, was denn nun? 37 Wörter und noch immer weiß niemand worum es hier eigentlich geht! Gründe dafür: Der Verfasser kommt nicht zum Punkt, bläht den Satz auf und neigt zum Nominalstil. Seine Absicht wird auch deshalb nicht deutlich, weil er etwas Kleines mit großer Wirkung vergisst: das Verb. Der Leser weiß nicht, wie der Satz beendet wird und was ihn erwartet: Abmahnung oder Belohnung?

Hilfsverben, wie das „möchte“ in unserem Beispiel, sollten vorsichtig dosiert werden. Besonders in werbenden Texten haben Worte wie „müssen, können, möchten, dürfen, wollen, sollen, oder würden“ meist nicht viel zu suchen. Sie verbannen ein Verb nämlich an das Ende eines Satzes – was denen ihre Dynamik raubt.

Achten Sie also immer darauf, wo ihre Verben stehen!
Viel Erfolg und Spaß beim Texten!

Dieser Tipp wurde erstellt von Stefan Gottschling

Liebe Leserin und lieber Leser des KMU-Marketing-Blogs,

wie du sicher schon bemerkt hast, haben wir unseren Blog im August 2018 nach fast 11 Jahren eingestellt – aus Zeitmangel.

Gleichzeitig ist unser conpublica Blog mit Themen rund um Text, PR und Social Media auf unserer Internetseite gestartet.

Wir würden uns freuen, wenn du dich dorthin begeben und uns als treue Leserin oder treuer Leser erhalten beleibst.

Zum Text & PR Blog

Vielen Dank für deine langjährige Treue.

Frank Bärmann

Info für Unternehmen

Kooperationsanfragen für diesen Blog sind zwecklos.