Das äußere Erscheinungsbild eines Unternehmens ist ein ebenso wichtiger Erfolgsfaktor wie Vertrieb und Kommunikation. Dennoch gibt es viele Unternehmen, die ihrem äußeren Erscheinungsbild keine Zeit und kein Geld widmen. Besonders kleine Unternehmen bis hin zum Einzelunternehmer, aber auch viele Mittelständler beachten noch nicht die Mindestanforderung einer professionellen Außendarstellung.

Was ist an der Außendarstellung so wichtig?

Das visuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens ist das Bild, das der Kunde vom Unternehmen wahrnimmt. Hierzu gehören Elemente wie Schrift, Farben, Logo, Visitenkarten, Geschäftspapiere und alle anderen Kommunikationsmittel. Besonders Interessenten oder neue Kunden haben keine andere Möglichkeit, als von solchen Elementen auf die Professionalität des Unternehmens selbst zu schließen. Wer also in jedem Geschäftsbrief eine andere Schriftart und -größe verwendet, mit verschiedenen Farben arbeitet oder sein Logo mit einem schlechten Farbtintenstrahldrucker eindruckt, hinterlässt ein unprofessionelles Bild. Visitenkarten, die mit Word erstellt und auf Pappe gedruckt wurden, erscheinen beim Geschäftsgespräch unseriös. Außerdem wird die Chance einer Wiedererkennung bei späteren Kontakten durch ein immer wieder anderes Aussehen vertan.

Was ist zu tun?
Das visuelle Erscheinungsbild wird in der Fachsprache Corporate Design (CD) genannt. Es betrifft prinzipiell alle Element, mit denen ein Unternehmen in der Öffentlichkeit auftritt. Große Unternehmen haben ein exakt festgelegtes Corporate Design in einem eigenen CD-Handbuch festgelegt, das von der Gestaltung der Werbemittel, über die Festlegung von Schrifttyp, -farbe und -größe bis hin zur Art und Weise des Auftretens der Mitarbeiter (Melden am Telefon, Kleidung) reicht. Kleine Unternehmen brauchen solche CD-Richtlinien sicher nicht, sollten aber ein Mindestmaß an Professionalität und Einheitlichkeit in der Außendarstellung realisieren. Später können dann weitere Elemente hinzugefügt werden.

Was solltest du selbst an Mindestanforderungen beachten?

  • Eine Schriftart für die gesamte Unternehmenskommunikation
    Das in der Fachwelt als „Typografie“ bezeichnete CD-Element scheint banal, ist es aber nicht. Wähle eine Schriftart für dein Unternehmen aus und verwende diese überall. Dies gilt für Briefe ebenso wie für Visitenkarten, Rechnungen, aber auch Ordnerrücken und die Werbung auf dem Firmenwagen. Es kann eine Standardschrift wie Arial oder auch eine besondere Schriftart sein, aber eben nur eine. Übrigens: Times New Roman wirkt bei vielen Menschen unseriös.
  • Entscheide dich für eine Firmenfarbe
    Das unter dem Fachbegriff „Farbkodierung“ bekannte Element legt eine (maximal zwei) Farbe(n) für die Unternehmenskommunikation fest. Das reicht aus, um einen Wiedererkennungswert aufzubauen. Bunt wird zwar sicher besser behalten, aber mit einem negativen Image: Bunt ist immer unseriös. Wie viel du wo von dieser Farbe verwendst, hängt vom Einsatzzweck ab. Bei der Visitenkarte reicht das farbige Logo alleine aus, es muss nicht gleich die gesamte Karte in dieser Farbe sein. Eine Werbung auf dem Firmenfahrzeug kann durchaus komplett in der Firmenfarbe gestaltet sein. Lasse deinen guten Geschmack entscheiden.
  • Professionelle Geschäftsdrucksachen zeigen Wirkung
    Kunden erkennen sofort, ob die Visitenkarte aus dem Automaten oder Farbdrucker kommt oder aus der Druckerei. Spare hier nicht am falschen Platz. 500 professionell gestaltete und in der Druckerei hergestellte Visitenkarten kosten i.d.R. ca. 250 EURO, 500 Briefbögen ebenso. Lasse Flugblätter oder Handzettel zumindest am Computer erstellen, handgeschriebene Zettel wirken negativ. Wenn du dann statt WordArt ein Grafikprogramm nutzt, erscheint deine Information in einem ganz anderen Licht. Programme wie CorelDraw, ACDSee oder PaintShop sind auch für Anfänger geeignet und nicht kosten unter 100 EURO. 100% professionell werden deine Drucksachen, wenn du einen Fachmann damit beauftragst.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob und wie gut deine Kommunikationsmittel sind, hilft ein kleiner Eigentest: Schaue dir die gestalteten Kommunikationsmittel kritisch an und stelle dir dann folgende Fragen: „Will ich, dass mein Kunde mich mit diesem Dokument identifiziert? Entspricht dies meinem Qualitätsanspruch?“ Wenn du diese Fragen mit Ja beantworten ist es OK, bei Nein solltest du etwas ändern.

Denke immer daran, das Erscheinungsbild deines Unternehmens ist dein Aushängeschild beim Kunden. So nimmt er dich wahr. Investiere ein wenig Zeit und Geld, um professionell dazustehen, dein Wettbewerb tut es sicher. Schaffe dir eine Einheitlichkeit in der Außendarstellung und erhöhe damit den Wiedererkennungswert. Es lohnt sich.

Bild: jill111 / pixabayCC0 Creative Commons

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