Das Internet strotzt von verschiedenen Inhalten, Werbungen und Artikeln. Da fällt es manchmal schwer, journalistische und neutrale Inhalte von kommerzieller Beiträgen zu unterscheiden. Eine Studie hat nun gezeigt, dass vor allem Jugendliche große Schwierigkeiten haben Native Advertising zu erkennen.

Über die Hälfte der Jugendlichen können Werbung nicht von neutralen Inhalten unterscheiden

Für die Schweizer Studie „Durchblick behalten – Medienkompetenz bei Jugendlichen in der Stadt Zürich“ wurden 79 Schülerinnen und Schüler an einem Gymnasium darauf getestet, ob sie journalistische Beiträge von kommerziellen Inhalten unterscheiden können. Heraus kam, dass weniger als die Hälfte der befragten Jugendlichen in der Lage war, einen Unterschied zu erkennen – ein recht überraschendes Ergebnis. Für die 12- bis 16-Jährigen waren dabei vor allem der veröffentlichende Absender für die Unterscheidung relevant und das genutzte Medium. So wurde beispielsweise argumentiert, ein Beitrag könne nur journalistischer Natur sein, da er von einem seriösen Nachrichtenportal geliefert oder in einem Printmedium veröffentlicht wurde.

Native Advertising besonders schwer zu unterscheiden

Besonders schwer fällt die Unterscheidung beim Native Advertising, also bei ‚Werbung im bekannten Umfeld‘. Bei dieser Marketingstrategie werden kommerzielle Inhalte bewusst so gestaltet, dass sie an journalistische oder neutrale Beiträge erinnern, um durch diese Täuschung die Aufmerksamkeit des Users auf sich zu lenken. Dazu zählt Virales Marketing und Suchmaschinenmarketing ebenso wie bezahlte Tweets oder Personen.

Die Studie lässt sicherlich Schlüsse auf die Medienkompetenz der Jugendlichen zu, ebenso wie auf den enormen Einfluss unserer facettenreichen Werbelandschaft. Ich wage es jedoch anzumerken, dass die Unterscheidung zwischen kommerziellen und neutralen Inhalten auch vielen Erwachsenen, und besonders der älteren Generation, zum Teil äußerst schwer fallen dürfte.

 

Bild: Pixaline / pixabay / CCo Creative Commons

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