Gerade kommt Influencer Marketing als legitimes Marketinginstrument aus den Kinderschuhen – da wird es durch eine Studie erschüttert. Laut dieser findet mehr als jeder Zweite Influencer unglaubwürdig. Wir zeigen Euch essentielle Tipps, damit Eure Influencer glaubwürdig bleiben.

Studie zeigt: Influencern fehlt es an Glaubwürdigkeit

Die Mediaagentur Wavemaker hat zu Beginn dieses Jahres mit ihrer Studie ‚Influencer 2.0‘ eine Umfrage zum aktuellen Stand des Influencer Marketings durchgeführt. Das Ergebnis ist auf den ersten Blick mehr als ernüchternd: Mehr als jeder zweite der Befragten findet Influencer unglaubwürdig und unauthentisch. So finden 41%, dass die Social Media Stars durch ihre Zusammenarbeit mit Marken an Sympathie verlieren. Laut der überwiegenden Mehrheit (74%) leidet die Glaubwürdigkeit im Besonderen bei Kooperationen mit einer Marke, die nicht zum Image des Influencers passt. Schließlich stimmen 33 % dafür ab, dass sie Kooperationen zwischen Influencern und Marken grundsätzlich ablehnen.

5 Tipps für mehr Glaubwürdigkeit im Influencer Marketing

Bedeutet diese Studie nun das Aus für Influencer Marketing? Nein – denn eigentlich bringt sie keine Erkenntnisse, die nicht schon bekannt sind. Eine Zusammenarbeit von Unternehmen mit Influencern funktioniert eben nicht, wenn sie gekünstelt ist, wenn beide Seiten nicht hinter der Marke stehen und wenn es nur um Geld geht. Eine Kooperation muss immer die Überzeugung von dem Produkt widerspiegeln. Influencer Marketing Experte Kevin Tewe hat in einem Gastbeitrag auf horizont.net (Artikel gibt es hier) fünf hilfreiche Tipps genannt, mit denen Influencer ihre Glaubwürdigkeit retten können:

  1. Eigene Überzeugung vor Bezahlung: Da Glaubwürdigkeit die wichtigste Währung von Influencern darstellt, ist es umso wichtiger, dass Influencer hinter einer Marke stehen und sich nicht nur durch einen vollen Geldbeutel anlocken lassen.
  2. Transparenz ist Pflicht: Jede Zusammenarbeit muss gekennzeichnet werden, denn ansonsten fühlen sich die Follower – zu Recht – hintergangen.
  3. Mischung aus bezahltem und originärem Inhalt: Postet ein Influencer ausschließlich bezahlte Inhalte, sinkt die Glaubwürdigkeit ebenfalls. Wichtig deshalb: Es dürfen auch Empfehlungen ausgesprochen werden, die nicht bezahlt wurden.
  4. Eigene Gestaltung von Fotos und Inhalten: Legt eine Marke dem Influencer die Wörter in den Mund, wirkt das niemals authentisch. Deshalb sollten Fotos und Texte vom Influencer selbst geschaffen werden.
  5. Treue und Loyalität: Wer heute für die eine Marke und morgen für ihre Konkurrenz wirbt, kann nicht ernst genommen werden. Langfristige Zusammenarbeiten sind deshalb das A und O für Überzeugung und Glaubwürdigkeit.

Fazit für Unternehmen

Diese Tipps sollten sich auch Unternehmen zu Herzen nehmen. Sucht Euch Influencer, die zu Eurer Marke passen und bei denen Ihr das Gefühl habt, dass sie dazu stehen. Dabei solltet Ihr auf Euer Bauchgefühl hören, besonders persönliche Gespräche sind dafür wichtig. Scheut zudem nicht davor, die Zusammenarbeit publik zu machen und achtet darauf, dass Euer Influencer die Kooperation kennzeichnet. Ist eine erfolgreiche Zusammenarbeit entstanden, lasst dem Influencer einen kreativen Spielraum, den er braucht, um sich selbst treu zu bleiben. Auch wenn Ihr geneigt seid, gewisse Anforderungen an Inhalte zu stellen, vermeidet es Beiträge vorzugeben. Zu guter Letzt solltet Ihr eine langjährige und kontinuierliche Zusammenarbeit mit einem Influencer anstreben, denn nur so kommt die Überzeugung auch bei den Followern an.

 

Bild: coffeebeanworks / pixabay / CC0 Creative Commons

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