Am 14. Juni 2016 beginnt in Russland die Fußball-Weltmeisterschaft. Die ganze Welt versinkt dann für vier Wochen wieder im Fußballfieber. Für Unternehmen stellen solche sportlichen Großevents tolle Möglichkeiten für Marketingaktionen in Form von Produkten oder Dienstleistungen rund um die WM dar. Denn emotional aufgeladene Themen verkaufen sich nun mal besser. Doch leider haben die Rechteinhaber – in diesem Fall die FIFA – einem wilden und zügellosen Marketing einen strikten Riegel vorgeschoben. Daher gibt es einige Regeln, die Ihr beachten solltet, damit das Marketing zur WM ohne rechtliche Folgen funktioniert.

Die Schutzrechte der FIFA

Als Veranstalterin der WM ist die FIFA ausschließliche Inhaberin aller Schutz- und Urheberrechte für Namen, Logos, Namen, Trophäen usw., die im Zusammenhang mit der WM verwendet werden. Dazu gehören nicht nur das offizielle Emblem und der Pokal, sondern auch das offizielle Maskottchen, der Wolf Zabivaka. Des Weiteren hat die FIFA eine Vielzahl von Einzelbegriffen oder Kombinationen von Begriffen wie z.B. „FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™“, „FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™“ und „RUSSIA 2018™“ international markenrechtlich schützen lassen. Geschützt ist zudem die Kombination aus Spielort-Name und 2018 für jeden Spielort (z.B. Moskau 2018).

Wer also mit der Fußball-Weltmeisterschaft werben möchte, muss aufpassen womit und wie er wirbt. Einige IHKs wie die IHK Nürnberg haben dazu einen Ratgeber herausgegeben, in denen Ihr hilfreiche Positiv- und Negativbeispiele nachzulesen könnt. Den Link findet Ihr hier.

Neutrale Assoziationen sind erlaubt

Klar ist, dass jede Nutzung eines offiziellen Logos, Namens oder Slogans eine Genehmigung und damit einhergehend eine teure Lizenz der Rechteinhaberin erfordert.

Auf der sicheren Seite seid Ihr hingegen, wenn Ihr bei der Werbung keinen der geschützten Logos, Bilder oder Begriffe nutzt. Stattdessen muss es gelingen, durch optische Reize, frei nutzbare Bilder und Slogans eine Verbindung zum Thema Fußball und zur Europameisterschaft im Kopf des Kunden herzustellen.

Eine simple aber effektive Möglichkeit ist es, die Farben der deutschen Nationalflagge – schwarz, rot und gold – zusammen mit einem Ball oder einem Tor zu verwenden. Allein schon diese Konstellation an Motiven genügt, um die Emotionen der Fußballfans anzusprechen, die zu einem gesteigerten Kaufwunsch eines Produktes oder eine Dienstleistung führen können. Auch Fotos von jubelnden Fans in Sportkleidung stellen einen Bezug zum Event her, ohne Markenrechte zu verletzen. Selbst das Design von eigenen Logos ist grundsätzlich möglich. Hierbei solltet Ihr jedoch Vorsicht walten lassen, da es keine gedankliche Verbindung zu offiziellen Logos oder zur FIFA als Veranstalterin der WM schaffen darf. Grundsätzlich ratsam ist es daher, sich vor der geplanten Marketingaktion rechtlichen Rat bei Experten einzuholen.

 

Bild: Alexas_Fotos / pixabay / CC0 Creative Commons

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