Wie kommen Sie ins Radio? Habt Ihr euch diese Frage schon einmal gestellt, liebe Leser?
Nein, nicht bewerben als Moderator. Gemeint ist, im Rahmen der Pressearbeit das eigene Unternehmen ins Radio zu bringen. Das Unternehmerportal gruendungszuschuss.de hat sechs Tipps parat, die ich gerne vorstellen will.

1. Pressemitteilung doppelgleisig verschicken
Regionalradios haben meist keine Fachredaktionen, trotzdem kann es sein, dass einzelne Kollegen auf bestimmte Themen spezialisiert sind. Meistens gibt es einen Chef vom Dienst, der die Sendung verantwortet und auch bestimmt, wer welche Termine besetzt. Deshalb schadet es nicht, Presseinformationen doppelgleisig sowohl an die Chefs vom Dienst als auch an einzelne Redakteure zu schicken.

2. Story muss zur Zielgruppe des Senders passen
Wichtig beim Radio ist es, klar zu analysieren, welche Zielgruppe angesprochen wird. In den letzten Jahren ist die Entwicklung zum so genannten Formatradio stark vorangeschritten. Auch die öffentlich-rechtlichen Radiosender sind nach Wellen gegliedert und sprechen etwa bestimmte Altersgruppen mit einer bestimmten „Musikfarbe“ an. So gibt es etwa ausschließlich Kultur-, Nachrichten- oder Jugendkanäle. Überlegen Sie genau, welche Zielgruppe Sie erreichen wollen und welcher Welle diese Zielgruppe angehört.

3. Liefern Sie O-Töne
Das Radio ist ein akustisches Medium. Wie gestalten Sie also Ihr Thema attraktiv? Durch O-Töne, wie Radiojournalisten Statements (Originaltöne) von Betroffenen und Experten nennen. Welche Klänge, Geräusche oder Musik verbinden sich mit Ihrem Thema? Hat Ihr Unternehmen eine neue Maschine angeschafft, die Inhalt der Berichterstattung ist – welche Geräusche gibt diese Maschine von sich? Bedenken Sie, dass Sie bei einer Presseeinladung Radiojournalisten die Möglichkeit geben sollten, solche und andere interessante Geräusche einzufangen. Was ist „radiofon“ an Ihrem Thema? Es schadet nicht, wenn Sie Ihre Presseinformationen an Radiojournalisten um Hinweise ergänzen, was akustisch an Ihrem Thema interessant ist und welche Töne wie und wo aufgenommen werden können.

4. Veranstalten Sie Kino im Kopf
Sind Sie als Studiogast ins Radio eingeladen oder besucht Sie ein Radioreporter in Ihrer Firma, denken Sie daran, dass Radio im besten Fall „Kino im Kopf“ ist. Erzeugen Sie Bilder, erzählen Sie Geschichten, machen Sie Beispiele hörbar. Stellen Sie sich vor, dass das Interview ein Dialog mit den Hörern ist. Dabei helfen Ihnen Formulierungen wie „Stellen Sie sich vor, …“ oder die Frage „Kennen Sie das auch …?“, der dann Ihre Beschreibung einer konkreten Situation folgt.

5. Sprechen Sie nicht einstudiert
Das Wichtigste ist die Spontaneität. Haben Sie keine Angst, sich zu versprechen, korrigieren Sie sich einfach. Hauptsache, Sie kommen natürlich rüber und nicht einstudiert. Das Medium ist aktuell, schnell – was Hörer nicht sofort verstehen, verstehen sie gar nicht, Nachlesen ist nicht möglich. Sprechen Sie deutlich, fassen Sie sich kurz und haben Sie keine Scheu vor Wiederholungen. Sprechen Sie nicht kompliziert und gestelzt, sondern eher schlaglichtartig und möglichst so wie Sie sonst auch reden – nicht zu schnell, aber auch nicht langsam.

6. Entspannen Sie sich
Das Radio transportiert Persönliches. Bei einem Radio-Interview erfahren die Hörer auch etwas über Ihre Stimmung – über Ihre Stimme. Entspannen Sie vor Interviews Ihren Körper, lockern Sie sich und schütteln Sie sich. Setzen Sie sich aufrecht hin und stellen Sie die Füße fest auf den Boden. Damit sorgen Sie für eine sichere Verankerung im Boden. Atmen Sie tief durch – und lächeln Sie, denn man hört es …

Ich habe den Beitrag ganz bewusst im Original belassen, da er schön kurz und knackig darstellt, was man tun muss, um ins Radio zu kommen. Das Original gibt es bei http://www.gruendungszuschuss.de

Tipp: Die Kollegen von marketing-blog.biz haben vor einiger Zeit eine kleine – anbieterunabhängige – Informationsseite zum Thema Radio-PR an den Start gebracht. U.a. erklärt dort Christian Maria Fischer wie man eine PR-Kampagne für das Radio angeht, was es bringt und kosten kann, worauf man achten sollte.

Foto: Daniel Labs / PIXELIO

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