Dass Social Media im B2B-Bereich funktioniert hatte ich jüngst anhand von 10 Argumenten dargestellt. Jetzt folgt der praktische Beweis, dass Social Media im B2B-Bereich Nutzen bringt. Das erste Beispiel ist der Hersteller von landwirtschaftlichen Erntemaschinen HOLMER Maschinenbau aus Schierling/Eggmühl. Deren Marketingleiterin Andrea Heinrich stand uns freundlicherweise für ein Interview zur Verfügung.

Frau Heinrich, bitte stellen Sie Ihr Unternehmen kurz vor.

Wir sind ein modernes mittelständisches Maschinenbauunternehmen im Bereich der Entwicklung, Herstellung und Vertrieb landwirtschaftlicher Erntemaschinen. Auf dem Gebiet der selbstfahrenden Zuckerrübenvollernter sind wir Weltmarktführer. Unser Firmensitz ist in Eggmühl bei Regensburg. Standorte in Sachsen-Anhalt, Frankreich, Polen, Tschechien, Ukranie, USA und China komplettieren die HOLMER-Gruppe zu einem Team von über 400 Mitarbeitern.

Seit den 70iger Jahren fertigt HOLMER landwirtschaftliche Erntemaschinen, mit denen unsere Kunden weltweit zum Erfolg fahren. HOLMER entwickelte im Jahre 1974 den ersten 6-reihigen, selbstfahrenden Zuckerrübenvollernter. Heute, 38 Jahre später, ist die HOLMER Maschinenbau GmbH Marktführer im Bereich der selbstfahrenden Zuckerrübenvollernter. Mehr als 3000 HOLMER-Vollernter sind weltweit im Einsatz.

Zu den besonderen Stärken der HOLMER Maschinenbau GmbH zählt die Erfahrung, Innovation, höchste Qualitätsstandards und die ständige Nähe zu unseren Kunden.

Informieren Sie sich über die HOLMER Rodetechnik TERRA DOS, unser Kraftpaket TERRA VARIANT und unseren Champion für die Rübenreinigung- und Verladung TERRA FELIS.

Wie wurde vor dem Start der Social Media Aktivitäten das Marketing in Ihrer Branche und Ihrem Unternehmen betrieben?

Eher traditionell, wie man es kennt. Beispielsweise durch Schaltung von Anzeigen in Printmedien, Messeauftritte und Maschinenvorführungen.

Warum haben Sie sich bewusst für Social Media Marketing entschieden, auch wenn dies im B2B-Bereich eher kritisch gesehen wird? Welche Ziele verfolgen Sie mit den Social Media Aktivitäten?

Wir haben uns dafür entschieden, weil der Trend eindeutig zu Social Media ging. Und heutzutage ist es aus dem alltäglichen Leben nicht mehr weg zu denken. Wir schätzen vor allem die schnelle Erreichbarkeit einer breiten Masse. Auch Menschen, die sich bisher eher weniger mit unserem Unternehmen und unseren Produkten interessierten oder speziell danach im Web gesucht haben, kann man nun erreichen.

Es ist natürlich auch eine kostengünstige Möglichkeit, Image zu machen.

Leider negativ sehen wir aber, dass sich natürlich auch Gerüchte viel schneller verbreiten und die Nutzer von Social Media natürlich negativ beeinflussen. Ebenfalls negativ ist, dass man es irgendwann nicht mehr unter Kontrolle hat, wenn man nicht das nötige Personal hat, das die Pflege des Auftritts als Hauptaufgabe erledigen kann.

Welche Social Media Aktivitäten (Kanäle) haben Sie konkret umgesetzt/eingeführt?

Wir sind derzeit auf Facebook und auf YouTube mit einem Kanal vertreten.

Wie haben Sie das notwendige Know-how ins Unternehmen geholt (externe Beratung, Agentur, Freelancer, neue Mitarbeiter oder Schulungen)?

Wir haben ein sehr junges Team, das natürlich selbst auch in sozialen Netzwerken aktiv ist und dort auch die Aktivitäten von anderen Unternehmen beobachten.

Wo ist Social Media im Unternehmen angesiedelt (PR, Marketing, eigene Abteilung)? Wie viele Personen arbeiten im Bereich Social Media?

Social Media wird bei uns von der Marketingabteilung betreut.

Wie reagieren Ihre Kunden darauf? Wird Social Media z.B. im Einkauf Ihrer Kunden angenommen?

Die jüngere Kundschaft verfolgt unsere Aktivitäten durchaus. Ebenso die des Wettbewerbs. Social Media Aktivitäten sind durchaus teilweise heftiges Gesprächsthema bei Kunden und auch unseren Mitarbeitern. Verkäufe unserer Produkte, die eventuell durch Social Media beeinflusst worden sind, kann man in unserer Branche leider nicht messen.

Wie haben Sie Erfolg für Ihre Social Media Aktivitäten definiert?

Unser Erfolg definiert sich, aus der Summe der Informationen, die wir den „Fans“ bereitstellen und der Resonanz der „Fans“. Mit dem Auftritt ist uns wichtig die Leute direkt ansprechen zu können und ihnen die Möglichkeit zu geben ungezwungen mit uns und unserem Team zu interagieren.

Wie ist Ihre Einstellung (aus Sicht des Unternehmens) heute zu Social Media? Welche Empfehlung würden Sie anderen B2B Unternehmen geben? Wo sehen Sie dos and don’ts?

Wir haben immer noch eine positive Einstellung zu Social Media. Es macht Spaß damit zu arbeiten und auch mehr über die Welt außerhalb des Unternehmens zu erfahren.
Ein absolutes Don´t ist für uns, wenn sich Social Media nicht mehr um die eigentliche Zielgruppe dreht, sondern um den Kampf gegen den Wettbewerb, dafür ist es nicht gemacht.

Vielen Dank für das Interview und die Zeit.

Dieses Beispiel zeigt, wie man Social Media auch im B2B-Bereich einsetzen kann: Um kostengünstig Imagepflege zu betreiben und eine breiten Masse zu erreichen. Durch die Sichtbarkeit in neuen Kanälen werden ggf. Interessenten aufmerksam, die sonst nie zu dem Unternehmen gefunden hätten.

Fotos: HOLMER Maschinenbau GmbH

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