2000 konnten wir uns noch 12 Sekunden konzentrieren. 2016 sollen es nur noch 8 Sekunden sein. Wo werden wir 2020 landen?

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Was ich damit sagen möchte: Die nahezu pausenlose Flutung unseres Gehirns mit Infos, verursacht durch Tablets, Smartphones, TVs und so weiter und so fort, zollt langsam ihren Tribut. Unser Gehirn kommt nicht mehr zu Recht mit dem ganzen Input.

Webseitenbetreiber müssen kämpfen

Besonders Betreiber von Webseiten haben damit zu kämpfen. Denn sie treten in den Kampf mit witzigen Videos und blinkenden Newstickern. 2011 führte die Association of Online Publishers (AOP) eine Studie durch, die hervorbrachte, dass britische Internetuser im November 2011 in 53 Sessions ganze 2.518 Internetseiten auf 81 Domains aufriefen. Das ist eine ganze Menge…

Auf den Inhalt kommt es an, oder: Content IS King

Inhalte müssen also spannend, relevant und interessant sein, damit der User längere Zeit auf der Webseite bleibt. Wie das geht, das muss herausgefunden werden. Die eigene Zielgruppe sollte man bestens kennen und maßgeschneiderten Input liefern. Natürlich helfen hier die klassischen – und jedem bekannten – Analysetools. Dass das geht, das beweisen genug Webseiten.

Also schwindet sie? Oder kann unser Gehirn nur besser selektieren?

Ich habe bewusst das „oder?“ in die Überschrift gesetzt. Denn so ganz mag ich den Studien nicht glauben. Ich kann mich sehr wohl länger konzentrieren als 8 Sekunden. Wie sollte ich sonst Filme verstehen, Bücher lesen oder auch diesen Text hier schreiben, ohne einen ganzen Monat zu opfern?! 😉

Ich wage mal die These: Es kommt auf das Thema an. Wenn mich etwas interessiert und „anmacht“, dann fokussiert sich mein Gehirn darauf. Dann kann ich die Konzentration aufbringen. Vielleicht sind die 8 Sekunden im Jahr 2016 nur der Beweis dafür, dass sich unsere Gehirne selber schützen und daher lernen, sehr schnell zu selektieren? Für uns unwichtiger Inhalt verliert so – ganz klar. Dafür gewinnt der für uns relevante Inhalt unsere Aufmerksamkeit.

Fazit

Ich glaube unsere Gehirne sind zu schlau um durch den Medienüberfluss zu Schaden zu kommen. Vielmehr lernen wir (wieder) schnelle (und für uns richtige) Entscheidungen zu treffen. Vielleicht bleiben uns Inhalte dadurch verborgen… Vielleicht macht uns das aber auch zu Experten auf bestimmten Gebieten. Die Antwort darauf bekommen wir wohl erst in ein paar Jahren.

Foto: Yolanda / PixabayCC0 Public Domain

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