Frauen kommen von der Venus, Männer vom Mars – über die vermeintlichen Unterschiede zwischen Männlein und Weiblein wurden schon ganze Bücher geschrieben. Doch welche Bedeutung hat das Geschlecht der Zielgruppe fürs Marketing wirklich?

Schaut man sich ein wenig im Internet um, findet man endlose Artikel, die sich mit dem Thema ‚Gender-Marketing‘ beschäftigen. Viele zu beachtende Aspekte wiederholen sich dabei, manche widersprechen sich. Natürlich lässt sich gerade bei so einem Thema nichts verallgemeinern, deshalb hier lediglich ein paar Punkte, die aus meiner Sicht bedacht werden müssen, um Marketing für die weibliche Zielgruppe ansprechender zu machen.

Ich will mich beim Kauf wohl fühlen

Wie wohl viele andere Frauen bin ich beim Einkauf praktisch veranlagt. Wenn ich mich für ein Produkt interessiere, dann möchte ich vor allem, dass der Kauf reibungslos geht. Sobald ich länger als eine Minute brauche, um das Produkt selbst oder die Kontaktdaten des Kundenservice zu finden, bin ich genervt. Das heißt, egal ob es um den Handel an sich oder die Kommunikation geht, Werbetreibende sollten unbedingt auf ein innovatives und übersichtliches Design sowie ein wirkungsvolles Ambiente setzen.

Neue Trends sind da, um sie auszuprobieren

Man sagt, Männer bleiben lieber beim Altbewährten frei nach dem Motto: Never change a running system. Frauen hingegen sind da meistens experimentierfreudiger und probieren neue Trends und Veränderungen eher aus – manchmal zum Schlechteren, manchmal zum Besseren. Für die weibliche Kundschaft ist bei Werbetreibenden also ruhig nach Kreativität und Innovation gefragt. Die Möglichkeit, ein Produkt auszuprobieren, ist zudem immer eine effiziente Möglichkeit, um KundInnen anzulocken. Gerade hier können zum Beispiel Testpackungen eingesetzt werden. Generell sollte bei neuen Ideen und Produkten der Einfluss der weiblichen Zielgruppe nicht unterschätzt werden.

Eine seriöse Weiterempfehlung kann überzeugender sein als Daten und Fakten

Beim Kauf eines Produktes verlasse ich mich lieber auf Erfahrungen von FreundInnen oder Kundenbewertungen als auf reine Daten und Fakten. So weiß ich nicht nur, dass das Produkt in der Theorie gut ist, sondern habe sofort einen Praxistest dazu. Viele Frauen reagieren empfänglicher auf überzeugende Weiterempfehlungen bei ihrer Kaufentscheidung. Einsehbare Kundenbewertungen und Erfahrungsberichte können hier Wunder wirken.

Stereotypen sind überholt und nerven

Fest steht: Die 50er Jahre, in denen die perfekte Frau in der Werbung den Haushalt mühelos mit dem neusten Staubsauger in den Griff bekommt während der Mann abends müde von der Arbeit nichts anderes als ein Bier begehrt, sind lange vorbei. Sowohl Frauen als auch Männer finden sich heute in unterschiedlichsten Positionen wieder. Die Spanne an Produkten, die ‚speziell weiblich‘ oder ‚speziell männlich‘ sind, nimmt immer weiter ab. Das Wichtigste für Werbetreibende ist daher, diese verschiedenen Rollen und die damit verbundenen Ansprüche und Nöte ernst zu nehmen und mit ihrer Werbung gezielt darauf einzugehen.

Bild: 5688709 / pixabay / CC0 Creative Commons

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