Wie man es mit netten Geschichten in ein Blog schafft

Weblogs erleben in Sachen Marketing für andere Unternehmen einen absoluten Hype. Auch mein KMU-Marketing-Blog ist ins Visier der SEO-Experten geraten, was mich ja sehr ehrt. Leider erreichen mich mittlerweile wöchentlich irgendwelche Kooperationsanfragen, z.B. für einen Linktausch oder einen Gastartikel. Das ist schon etwas nervig. Auch wenn die Angebote für Artikel oder Links irgendetwas mit Marketing zu tun haben, bin ich nicht gewillt, Links zu bzw. Artikel von Anbietern von Visitenkarten, Druck- und Werbemittel, Werbediplays, Seminaren für Betriebswirtschaft und Persönlichkeitsentwicklung usw. zu veröffentlichen. Jüngst kam das Angebot, einen Artikel zum Thema „Affiliate Marketing für KMU“ zu veröffentlichen. Das ist wohl eher mal interessant.

Gestern jedoch erreicht mich eine Anfrage, die mich einerseits schmunzeln ließ und die mich andererseits dazu bewegte, darüber zu schreiben, was ja letztendlich das Ziel des Anfragers ist.

Ein Praktikant bei Regiondo, Deutschlands größtem Freizeitportal, bat mich, eine Aktion vorzustellen, bei der die armen Praktikanten in der wirklich teuren Stadt München, Spenden für sich selbst sammeln. Auf der Seite http://www.regiondo.de/trinkgeld-fur-die-hart-arbeitenden-regiondo-praktikanten bitte die Damen und Herren gutherzige Menschen, Trinkgeld für die hart arbeitenden Praktikanten zu spenden. Als Gegenleistung bekommt man das Gefühl, eine gute Tat vollbracht zu haben.

Nette Idee, mal was anderes. Hier haben sich die Macher von Regiondo etwas Außergewöhnliches überlegt, um im Social Web den viralen Aspekt zu aktivieren. Denn eine solche “soziale” Aktion wird gern geliked und geteilt.

Auch wenn ich nicht spenden werde (meine Praktikanten haben auch jeden Euro nötig), so belohne ich die armen hart arbeitenden Regiondo-Praktikanten mit diesem Artikel.

Fazit: Außergewöhnliche Geschichten, die die Leser und Blogger zum schmunzeln bringen, sind hipp. Kreativität zahlt sich aus.

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6 einfache Erfolgstipps für XING

Vor einiger Zeit hatte mich der Unternehmensberater Robert Nabenhauer kontaktiert, ob er einen Gastartikel zum Thema XING schreiben dürfe. Dem habe ich zugestimmt. Hier nun sind seine “6 einfachen Erfolgstipps für XING”.

Im Rahmen eines meiner Bücher habe ich die wirklich wichtigsten Erfolgstipps für XING zusammen getragen. Sechs Tipps sind es geworden, die so einfach sind, dass sie eigentlich jeder bereits kennen – und anwenden müsste. Wenn Sie sich einmal in XING umschauen, dann stellen Sie fest: So ist es noch gar nicht.

1. Tipp: Formulieren Sie Leser- und Suchmaschinenfreundlich
Eigentlich logisch, finden Sie? Wenn Sie sich auf XING umschauen, dann sind viele Profile nur auf einen Rezipienten ausgerichtet. Entweder finden sich in den wichtigen Profilbereichen „Ich suche“ und „Ich biete“ Stichworte, die sich ausschließlich an den XING-eigenen Suchalgorythmus richten. Oder Sie treffen auf Profile, die ausführlich und in ganzen Sätzen beschreiben, was der Profilinhaber sucht und bietet, sich also an den menschlichen Leser orientieren. Das XING-Profil ist vorrangig auf menschliche Leser ausgerichtet. Allerdings sind gerade diese Felder wichtig für Suchvorgänge.
Beide Wege sind grundsätzlich richtig, optimal ist allerdings die Verknüpfung von Leser- und Suchmaschinenfreundlichkeit. Google nutzt, falls Ihr XING-Profil dafür freigegeben ist, diese Stichworte ebenfalls und präsentiert ein XING-Profil immer auf den vordereren Rängen der Suchergebnislisten.

Tipp zur Umsetzung: Teilen Sie jedes Feld in zwei Bereiche. Formulieren Sie zunächst in zwei bis drei kurzen Sätzen oder Stichworten aus, was Sie anbieten und was Sie genau suchen. Schließen Sie dann eine Stichwortliste an, die ausdrücklich auf Suchmaschinen als Leser ausgelegt ist: Inklusive der Ein- und Mehrzahl von Begriffen wie beispielsweise „Rohr“ und „Rohre“ sowie gebräuchlichen englischen Entsprechungen wie bei „Vertriebsleiter“ und „sales manager“.

2. Tipp: Treten Sie relevanten Gruppen bei
XING bietet aktuell (Stand April 2012) in über 45.000 Gruppen die Möglichkeit, sich intensiv auszutauschen. Für nahezu jede Branche gibt es eine entsprechende Gruppe, in der sich Experten versammelt haben und zu den Fachthemen diskutieren. Nutzen Sie dieses geballte Fachwissen! Meiner Erfahrung nach kostet eine aktive Gruppenbeteiligung zwar Zeit, erbringt dafür aber sehr schnell sowohl neue Kontakte – und Kontakte sind letztlich potenzielle Kunden – als auch viele neue Informationen.

Tipp zur Umsetzung: Meiner Erfahrung nach macht es Sinn, sich konkrete Termine zu setzen und die Zeit für die Gruppenbeteiligung zu beschränken. Dann können Sie die Zeit effizient nutzen und verlieren sich nicht in den zahlreichen Themen, die sich in den Gruppen bieten.

3. Tipp: Speichern Sie Ihre Suchen nach neuen Kontakten oder Geschäftspartnern als Suchaufträge ab.
Das erspart Ihnen die aufwendige Wiederholung der Suchaufträge. Außerdem erhalten Sie dann regelmäßige E-Mail-Benachrichtigungen darüber, ob weitere Suchtreffer gefunden wurden. Ob die Suchabfrage wöchentlich am Sonntag oder täglich durchgeführt werden soll, entscheiden Sie beim speichern der Suchanfrage.
Dieser Tipp gilt allerdings nur, wenn Sie nicht bereits ein Tool für Suchen auf XING verwenden, wie das vom Herrn Kloiber.

Tipp zur Umsetzung: Probieren Sie erst verschiedene Kombinationen aus Suchbegriffen, Einschränkungen auf Herkunftsländer, Sprachen, Tätigkeitsfelder oder Postleitzahlen aus, bevor Sie abspeichern.

4. Tipp: Reagieren Sie auf jeden Profilbesuch mit einer kurzen, freundlichen Nachricht
Stellen Sie sich vor, Sie begegnen jemanden auf der Straße und Ihr Gegenüber nickt Ihnen zu. Natürlich grüßen Sie zurück, so wird es üblicherweise gehandhabt. Eventuell ergibt sich aus der Begrüßung noch ein kurzes Gespräch, etwas Smalltalk eben. In XING ist der Profilbesuch die Entsprechung für das kurze Nicken auf der Straße. Das Verfassen einer kleinen Bemerkung über den erfolgten Profilbesuch zeugt davon, dass Sie den Besuch erstens registriert haben und zweitens Interesse an der anderen Person haben. Es kann nie schaden, viele Kontakte zu haben – und auf diesem Wege erhalten Sie ohne weiteren Aufwand potenzielle neue Kontakte. Fragen Sie höflich nach, ob Ihr Profilbesucher alles gefunden hat, wonach er gesucht hat. Sie können zusätzlich anbieten, Informationen nach zu reichen – oder auf Ihre geschäftliche Webseite verweisen, auf einen spannenden Blog oder die Gruppe, die Sie auf XING moderieren.

Tipp zur Umsetzung: Ich verwende Textbausteine, die ich ganz nach Bedarf auf die jeweilige Person anpasse. Für die automatisierte Verarbeitung gibt es Tools, die mit eigenem Text und Merkmalen aus dem Profil wie Ansprache und Wohnort einen personalisierten Text ausgeben.

5. Tipp: Statusmeldungen sind zum kommentieren da
Auf Facebook werden Statusmeldungen ganz selbstverständlich kommentiert. XING hat dieses Instrument erst seit kurzem im Programm, genutzt wird es tatsächlich nur von einigen wenigen. Dabei eignet sich die Statusmeldung dazu, sowohl eigene Projekte oder Themen zur Diskussion zu stellen als auch das Interesse an anderen Kontakten deutlich zu machen.

Ein Beispiel: Einer Ihrer Kontakte gibt per Statusmeldung bekannt, dass er kürzlich einen Relaunch seiner Webseite durchgeführt hat. Mit einem Klick verschaffen Sie sich einen schnellen Überblick und können dann als Kommentar eine kleine Einschätzung der neuen Webseite geben – in der Regel fällt dieser ja positiv aus. Ihr Kontakt bekommt von Ihnen die Rückmeldung, dass Sie seine Aktivitäten bemerken: Das fördert den Austausch und das Entstehen von persönlichen Beziehungen zwischen Ihnen und Ihren Kontakten.

Tipp zur Umsetzung: Statusmeldungen auf XING sind in der Regel auf geschäftliche Informationen begrenzt. Gute Anlässe für Kommentare ergeben sich aus Statusmeldungen zu neuen Projekten, Beförderungen oder bei Bitten um Mithilfe. Spammer können Sie komplett ausblenden, indem Sie auf das kleine Kreuz rechts oben in der Statusmeldung klicken.

6. Tipp: Der Claim in Ihrem Profil
Direkt unterhalb Ihres Profilfotos können Sie eine Statusmeldung eintragen, die den Besuchern Ihres Profils angezeigt wird. Hier ist ein kurzer, prägnanter Werbespruch besonders wirksam. Dieser Claim prägt sich ein – schließlich gibt es keine prominentere Stelle auf einem XING-Profil. Einige XING-Mitglieder nutzen diese Stelle, um Ihren Wunsch nach beruflicher Veränderung bekannt zu geben, einige tragen hier den Unternehmensslogan ein. Die Verknüpfung von Bild und Slogan hat sich jedenfalls als äußerst effizient gezeigt, denn die Erinnerungsleistung von Personen steigert sich merklich.

Tipp zur Umsetzung: Gehört zur Unternehmenskommunikation bereits ein Claim, dann sollte sich dieser auch in Ihrem Profil wiederfinden. Gibt es noch keinen Slogan, dann ist das der beste Anlass, um sich einen zu zulegen. Kurz, knackig und prägnant sollte er sein. Je einprägsamer er ist, umso eher werden sich Profilbesucher an Sie – und an Ihre Angebote – erinnern.

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Wie man Bilder und Videos auf der eigenen Website rechtssicher nutzen kann

Im Januar 2011 berichteten wir über möglich Urheberrechtsverletzung durch Verwendung von Fotos aus Bildarchiven auf Facebook. Jetzt habe ich im Magazin e-Recht 24 einen Beitrag gefunden, der zeigt, wie man Bilder und Videos auf der eigenen Website rechtssicher nutzen kann. Dabei geht es auch um pixelio. Fotolia und Co. Schaut mal rein.

Das Thema ist allgegenwätig und man muss höllisch aufpassen.

Heute abend gibt es noch eine Zusammenfassung der Themen vonm e-Marketing Day in Bonn am 18.4.

Foto: Gerd Altmann / pixelio.de

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Studie: So nutzen kleine und mittelständische Unternehmen die Social Media

Wieder einmal ist das Thema “Social Media”. Es tut mir leid. Aber heute morgen rief mich Frau Prof. Dr. Heike Simmet von der Hochschule Bremerhaven an und teilte mir mit, dass die Ergebnisse Ihrer Studie zum Thema “Social Media als Chance für kleine und mittelständische Unternehmen” online wären (wir berichteten). Da musste ich einfach rein schauen und heute noch etwas zu schreiben.

Wie nutzen KMUs die Social Media? Dieser Frage ging Prof. Simmet mit Hilfe ihrer Studie nach. Sie fragte mehr als 500 kleinen und mittelständischen Unternehmen und kam zu dem Ergebnis, dass Social Media zwar immer stärker auch von kleinen und mittelständischen Unternehmen eingesetzt werde, diese Unternehmen die immensen Potenziale der sozialen Netzwerke noch nicht voll ausnutzen. Das wiederum liege daran, dass die enorme Vielfalt von Social Media Plattformen und Anwendungen die Mittelständler sehr verunsichert. Man sehe den „Wald vor lauter Bäumen“ noch nicht. Dem kann ich nur zustimmen.

Doch die Ergebnisse der Studie geben Anlass zur Hoffnung:
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Die großen Marken tun sich schwer mit dem Kundendialog auf Facebook

Zurzeit häufen sich wieder die Studien rund um Social Media. Man mag sie manchmal gar nicht mehr lesen. Eine Studie aber hat meine volle Aufmerksamkeit erlangt und mich durchaus geschockt. Das berichtet die absatzwirtschaft vergangene Woche über eine Studie von A.T. Kearney, in der zum zweiten Mal die Facebook-Auftritte der weltweit 50 größten Marken untersucht wurden. Neben dem Maß an Verbraucherinteraktion wurden die Online-Unternehmenstransparenz sowie die Reaktionsbereitschaft der Unternehmen analysiert. Und was kam dabei raus?

“Im Untersuchungszeitraum Dezember 2011 haben von den 48 Marken, die über ein Facebook-Profil verfügen, 27 auf keine einzige Kundenrückmeldung reagiert. Nur vier Unternehmen reagierten auf mehr als 25 Prozent der Kunden-Posts. 38 von 48 Unternehmen haben immer noch Company-Only (nur Unternehmens-Posts zugelassen) oder Company-Filtered Walls (gefilterte Posts). Nur ein Unternehmen ist seit der letzten Studie in 2011 dazu übergegangen, ungefiltert zu kommunizieren. 94 Prozent der Unternehmen schließlich führen Besucher auf eine Seite mit Einweg-Kommunikation.”

Schreck lass nach! Das hätte ich nicht erwartet.
Dass der Mittelstand und die kleineren Unternehmen immer noch Schwierigkeiten damit haben, mit ihren Kunden auf Facebook in einen aktiven Dialog zu treten oder Interaktionen zu starten, hätte ich erwartet. Aber die weltweit 50 größten Marken?

Offensichtlich tun sich auch die großen Marken nach wie vor damit schwer, Social Media im Spektrum der Unternehmenskommunikation anzunehmen. Dabei weisen die User immer stärker darauf hin, welche Art von Interaktion sie wünschen beziehungsweise erwarten:
A.T. Kearney untersuchte insgesamt 3.000 der weltweit 50 führenden Marken und kategorisierte diese in vier Gruppen: “Persönliche Posts, die aus einer Frage oder einem Statement der Verbraucher bestehen, aber nicht speziell das Produkt bewerben; Werbe-Posts, die mit einem Gutschein verbunden sein können; informative Posts, die produktrelevante Informationen für die Verbraucher bereitstellen; und schließlich externe Posts, die sich auf Inhalte außerhalb von Facebook beziehen und einen Link mitliefern und vom Unternehmen selbst erstellt sein können, aber nicht müssen.”

Über die „Gefällt mir“-Schaltfläche von Facebook konnten die Analysten dann feststellen, dass “den Verbrauchern persönliche Unternehmens-Posts durchschnittlich zweieinhalb Mal mehr „gefallen“ als alle anderen Arten von Unternehmens-Posts zusammen.”

Obwohl die Nutzer am liebsten persönliche Unternehmens-Posts lesen, “posten Unternehmen nicht annähernd so viele persönliche Nachrichten wie werbliche oder externe Posts – 61 Prozent der im Rahmen der Studie überprüften Unternehmens-Posts waren werblicher oder externer Natur, nur 13 Prozent waren persönlich.”

Damit ist klar: Die Interaktion zwischen Nutzer und dem Unternehmen ist klar gewünscht. Echte Dialoge sind gefordert. Nur dann wird eine Loyalität aufgebaut, die im Nachhinein zum Kauf führen kann. Für Unternehmen, die den Verbrauchern zuhören und die Chance nutzen, mehr über sie zu erfahren, sind die Chancen enorm.

Quelle: absatzwirtschaft.de

Foto: © somenski – Fotolia.com

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Warum E-Mails nicht ankommen

E-Mail Marketing erfreut sich bei KMUs immer noch großer Beliebtheit. Doch es wird offensichtlich immer schwieriger, den Posteingang des Empfängers überhaupt zu erreichen. Eine Studie des E-Mail-Zertifizierer Return Path zufolge erreichen nur 81,3 Prozent der Mails in Deutschland dieses Ziel. Damit liege der deutsche Markt unterhalb des Schnitts (85 Prozent) der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika). Umgekehrt erreichten damit fast 20 Prozent der der versendeten E-Mail Werbung nicht ihren Empfänger.
Die Gründe liegen dem Internet-Magazin ECIN.de zufolge in der verstärkten Filterung und Blockierung von E-Mails durch ISPs, eine Verschlechterung der Versender-Reputation sowie eine Übersättigung der Empfänger mit E-Mails.

Wie kann man diesen Zustand verbessern ist hier wohl die entscheidende Frage. Die Reputation des Versenders spielt eine immer größere Rolle. Aber selbst die professionellen E-Mail Versender erhalten generell keinen Einblick in die von ISPs verwendeten Methoden oder Kennzahlen zur E-Mail Filterung.

Laut Angaben von ECIN unter Berufung auf die Return Path-Studie “bedienen sich die Provider beispielsweise weiterer Daten, um Spam von legitimen Nachrichten zu unterscheiden. Hierzu gehören Daten zur Interaktion der Empfänger mit erhaltenen E-Mails, sogenannte Engagement-Daten, Beschwerde-Daten aus einem Abonnenten-Panel sowie Daten nachweislich aktiver Mailkontennutzer.”

Es wird von Seiten der Nutzer auch immer häufiger vom Empfänger die Option „diese E-Mail als Spam melden“ gedrückt, statt sich ordentlich abzumelden. Dies wirkt sich aber direkt auf die Beschwerderate beim ISP sowie auf die Reputation aus und hat damit unmittelbaren Einfluss auf die E-Mail Zustellbarkeit.

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Facebook relauncht Unternehmensseiten – alles neu, vieles besser

Am 30. März 2012 werden alle Unternehmensseiten in Facebook ein völlig neues Aussehen und eine völlig neue Struktur haben. Altes und Bewährtes wird verschwunden sein, viele neue Elemente und Funktionen werden dazu kommen. Das Design orientiert sich an den Chroniken, die bereits vor einiger Zeit für Personen eingeführt worden sind. Wer mag, kann sich das neue Design als Seitenadmin bereits ansehen oder gar umstellen.

Großes Titelbild statt Landingpage
Als erstes fällt im neuen Design das riesige Titelbild auf, dass die Besucher empfangen und informieren soll. Facebook gibt für die inhaltliche Gestaltung strenge Regeln vor: So dürfen dort keine Werbung, Preise oder Kaufinformationen, Kontaktinformationen oder Handlungsaufrufe wie „Jetzt kaufen“ oder „Erzähle deinen Freunden davon“ erscheinen. Das Titelbild übernimmt die bisherige Rolle der Begrüßungsseite, wird sowohl von den neuen wie alten Fans gleichermaßen wahrgenommen. Denn mit der Umstellung fallen auch die gute alte Begrüßungsseite und das “Likegate” weg. Jeder sieht in Zukunft das gleiche, wenn er eine Seite besucht.

Neue strukturierte Timelime
Als zweites fällt die neu zusammengestellte Timeline auf. Auf der linken Seite der Chronik erscheinen nur noch die eigenen Beiträge. Zudem kann jeder Seitenbetreiber einzelne Postings für sieben Tage festhalten und besonders hervorheben. Die Beiträge von anderen Personen werden nun aus der bisherigen Pinnwand heraus getrennt und auf der rechten Seite gebündelt dargestellt. Damit werden die eigenen Inhalte auf Facebook stärker gewichtet als die fremden Beiträge.
Durch den Chronik-Charakter der Seite besteht nun die Möglichkeit, die gesamte Historie des Unternehmens in Vergangenheit und Gegenwart darzustellen. So kann der Besucher sehen, welche Mitarbeiter dort gearbeitet haben oder welche Highlights es in dem Unternehmen seit der Gründung gegeben hat.
Zudem bietet Facebook Filteroptionen an, mit denen beispielsweise die Höhepunkte der Zeitleiste, Beiträge von anderen Nutzern oder von Seiten angezeigt werden können.

Moderierte Besucherbeiträge
Vielleicht aufgrund von immer häufiger auftretenden Shitstorms (dt.Empörungswellen) hat Facebook erstmals die Möglichkeit eingeräumt, Nutzerbeiträge zu moderieren. Damit hat der Admin einer Seite die Möglichkeit, Nutzerbeiträge erst nach Sichtung frei zu geben. Dies muss im Admin-Bereich explizit eingestellt werden. Diese Funktion gibt den Unternehmen eine größere Kontrollmöglichkeit an die Hand. Und Unternehmen, die sich bisher kategorisch Nutzerbeiträgen auf der Pinnwand verschlossen haben, können diese Form der Kommunikation nun “sorgenfrei” testen.

Reduzierte Tab-Sichtbarkeit
In dem neuen Design sind nur noch vier Apps oder Unterseiten als Tabs unter dem Titelbild angezeigt. Dadurch bleiben die weiteren Seiten unsichtbar bzw. müssen erst durch Klick sichtbar gemacht werden. Andererseits besteht nun bei individuellen Apps mehr Platz für Inhalt. Dieser wurde von 520 Pixel auf 810 Pixel vergrößert.

Neues Nachrichten-Management
Mit der Umstellung ist es Nutzern mit Privatprofilen erlaubt, Direktnachrichten “an das Unternehmen” zu schicken. Diese können darauf per E-Mail wieder antworten. Aktiv können Unternehmen allerdings keine E-Mails an Ihre Fans verschicken.

Fazit
Alles in allem sollte Betreiber von Facebook Unternehmensseiten ihre Seiten bis dato umgestellt haben, weil die Seite sonst unattraktiv und lückenhaft wirkt. Der Umgang mit den neuen Seiten wird für den einen oder anderen Admin gewöhnungsbedürftig sein. Insgesamt bieten sich für Unternehmen eine ganze Reihe neuer Chancen. Denn die Veränderung und der Wegfall von bewährten Funktionen wie das “Fangating” bedeutet für Unternehmen, den Fokus von Spielerei auf echte Dialoge, Content und Story-Telling zu legen.

Foto: © Udo Kruse – Fotolia.com

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Buchtipp: Transparent und glaubwürdig. Das optimale Online Reputation Management für Unternehmen

Eine gute Reputation wirkte sich schon immer positiv auf den Erfolg aus. Dies gilt sowohl für Privatleute wie auch für Unternehmen. Doch in Zeiten einer rasante Informationsverbreitung im Internet ist der gute Ruf schnell auf lange Zeit beschädigt. Besonders das explosionsartige Wachstum der sozialen Netzwerke und Plattformen bedrohen immer häufiger Unternehmen und Marken. Ist es erst einmal zu einer Rufschädigung durch Kritik und Gerüchte gekommen, ist eine Reparatur langwierig und kostspielig. Besser man trifft die richtigen Vorkehrungen, um die Online Reputation zu pflegen und zu schützen.

Klaus Eck, einer der führenden deutschen Berater zum Thema Online-Kommunikation und Reputations-Management, zeigt in seinem Buch “transparent und glaubwürdig. Das optimale Online Reputation Management für Unternehmen”, wie Unternehmen dies richtig anstellen. Er empfiehlt Unternehmen, sich aktiv auf das Abenteuer Social Media einzulassen, um mit der richtigen Strategie, den passenden Instrumenten und einer glaubwürdiger Kommunikation das Kundenvertrauen und natürlich auch Marktanteile zu gewinnen. Auf über 360 Seiten erklärt er, warum Transparenz und Glaubwürdigkeit der Schlüssel für den Erfolg im Internet ist, wie die passende Social-Media-Strategie zu-sammen gestellt wird und wie man sich im Ernstfall verhalten soll. Eck ist Social Media-Praktiker der ersten Stunde und weiß, wovon er spricht. Das zeigt sich in seinen Tipps und Beispielen sehr deutlich.

Klaus Eck: Transparent und glaubwürdig. Das optimale Online Reputation Management für Unternehmen
Redline Verlag, 363 Seiten
24,95 Euro

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Studie belegt: Online-Pressemeldungen entwickeln sich zu eigenen PR-Format

Das Internet hat die Unternehmenskommunikation nachhaltig verändert. Bestes Beispiel dafür ist die Pressemitteilung. Die Online-Pressemitteilung ist weit mehr als die digitale Form der klassischen Pressemitteilung. Sie entwickelt sich zu einem ganz eigenständigen Kommunikationsinstrument mit einer neuen Ausrichtung, neuen Inhalten und Formaten. Auf digitalem Weg verbreitet, wird die Pressemeldung zum öffentlichen Informationsmedium. Immer mehr Unternehmen nutzen die Online-Pressemitteilung, um PR-Inhalte über das Internet zu verbreiten. Über Presseportale veröffentlicht, erreichen die PR-Texte nicht nur die klassischen Medienkontakte, sondern vor allem Kunden und Interessenten direkt. Sie wandelt sich von einer Pressemitteilung zur Kundeninformation. Die Online-Pressemitteilung unterscheidet sich daher sowohl in der Form als auch im Inhalt von der klassischen Pressemeldung.

Die aktuelle Online-PR Studie von PR-Gateway fand heraus, dass bereits über 73 Prozent der im Internet veröffentlichten Pressemeldungen nicht mehr dem ‚klassischen Mitteilungsformat’ entsprechen. Vor allem die Inhalte der Online-Pressemitteilungen unterscheiden sich deutlich von der klassischen PR-Meldung. Über die Hälfte der Pressemitteilungen sind im Artikelstil verfasst und enthalten vermehrt kundenorientierte Inhalte wie zum Beispiel fachspezifische Tipps und Ratschläge für Beruf und Alltag der jeweiligen Zielgruppen.
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Gastbeitrag zum Thema Empfehlerpsychologie: Wann Menschen weiterempfehlen und warum sie dies tun

Oft ist es ganz erstaunlich, wie viel Energie Marktteilnehmer bisweilen investieren, um über ihre Lieblingsmarken zu reden und sie anderen schmackhaft zu machen. Um allerdings im Beziehungsdreieck zwischen Empfehlungsgeber, Empfehlungsempfänger und empfohlenem Unternehmen virale Effekte gezielt auszulösen, muss man die Psychologie verstehen, die dabei passiert.

Verlässliche Empfehlungen Dritter geben uns Orientierung und verringern damit das Risiko einer bedrohlichen Fehlentscheidung. Sie ersetzen mangelndes Wissen durch Vertrauen. Sie schaffen Sicherheit. Und sie helfen uns, eine Menge Zeit zu sparen. Sie sorgen, wie die Hirnforscher sagen, für ‚Brain-Convenience‘. Und sowas mag unser Oberstübchen besonders gern.

Warum Empfehlungen uns Menschen so wichtig sind

Wir greifen insbesondere dann auf eine Empfehlung zurück,
• wenn es schwierig oder aufwändig ist, sich einen Überblick über den jeweiligen Markt, alle Anbieter und ihre Leistungen zu verschaffen
• wenn Angebote komplex oder stark erklärungsbedürftig sind
• wenn uns die notwendige Fachkenntnis fehlt
• wenn uns die notwendige Muße fehlt
• wenn Produkte verhältnismäßig teuer sind
• wenn wir ein langfristiges Engagement eingehen müssen
• wenn wir uns einen Fehlkauf nicht leisten können
• wenn wir uns nicht entscheiden können
• wenn es um unsere Sicherheit geht
• wenn es um ein hohes Maß an Vertrauen geht.

Wenn wir uns also einer Sache nicht sicher sind, hören wir auf die, die ihre praktischen Erfahrungen gutgemeint mit uns teilen. Empfehler sind das Bindeglied zwischen Gewohntem und Ungewissheit. Sie legen die Trittsteine und machen so den Weg ungefährlich und frei. Genau deshalb ist empfohlenes Geschäft auch so leicht zu bekommen.

Und warum werden Menschen als Empfehler aktiv?

Nur, wenn man etwas geboten bekommt, worüber es sich zu reden lohnt – womit man sich also schmücken und bei Anderen punkten kann – nur dann wird man eifrig berichten. Das Empfehlen ist also äußerst emotional. Es muss funken zwischen Anbieter und Kunde. Wen wir nicht leiden können, den empfehlen wir nicht. Und enttäuschte Fans? Sie können im Nu zu kämpferischen Saboteuren werden. Liebe und Hass sind bekanntlich nah beieinander.

Word-of-Mouth setzt also nicht nur bemerkenswerte Produktfeatures, sondern immer auch Beziehungsarbeit voraus. Und dazu werden zwei Dinge benötigt: Menschenversteher-Wissen und Superlative. Mittelmaß wird niemals empfohlen. Erst im Bereich der Spitzen, wenn wir also zutiefst zufrieden oder unzufrieden sind, entsteht die Motivation zum Weiterempfehlen.

Mundpropaganda und Empfehlungsbereitschaft entstehen insbesondere dann,
• wenn man hiermit seiner Persönlichkeit Ausdruck verleihen kann
• wenn man dadurch Coolness und Geltungsbedürfnis nähren kann
• wenn man zum Wohlergehen Anderer beitragen kann
• wenn man sich durch Insider-Wissen oder als Vorreiter profilieren kann
• wenn man sich zugehörig und als Teil einer Gemeinschaft fühlen kann
• wenn man in Entstehungsprozesse mitgestaltend involviert wurde
• wenn etwas Unterhaltsames oder Sensationelles bereitgehalten wird
• wenn etwas völlig Neues oder sehr Exklusives offeriert wird
• wenn etwas überaus Nützliches oder höchst Begehrenswertes angeboten wird
• wenn es etwas zum Gewinnen oder zum (miteinander) Spielen gibt.

Auf einen Nenner gebracht: Menschen wollen nicht nur Geld und Spaß, sie wollen sich auch als ‚wichtig‘ erleben. Sie wollen Sinnhaftes tun. Und Spuren hinterlassen. Und als geschätztes Mitglied einer Gemeinschaft gelten. Wer ihnen dazu verhilft, dem wird dies mit reichlich Empfehlen vergolten.

Die Autorin
Anne M. Schüller ist Keynote-Speaker, Business-Trainerin und Management-Consultant. Sie gilt als Europas führende Expertin für Loyalitätsmarketing. Über zwanzig Jahre hat sie in leitenden Vertriebs- und Marketingpositionen verschiedener Dienstleistungsbranchen gearbeitet. Die Diplom-Betriebswirtin und zehnfache Buch- und Bestsellerautorin lehrt an mehreren Hochschulen. Kontakt: www.anneschueller.com

Seminartipp: Erfolgsfaktor Empfehlungsmarketing
Empfehler sind die besten Verkäufer. Und Empfehlungsmarketing ist das kostengünstigste Marketing. Wie das gelingt, zeigen praxisnahe Tagesseminare in drei deutschen Städten mit Anne M. Schüller, führende Expertin für das neue Empfehlungsmarketing. Die Teilnehmer erhalten darin Schritt für Schritt das komplette Knowhow sowie das notwendige Handwerkszeug.

Die Termine: am 15. März 2012 in Köln, am 19. April 2012 in München und am 14. Juni 2012 in Frankfurt. Infos und Buchung: www.semigator.de/empfehlungsmarketing

Foto: © Sven Hoffmann – Fotolia.com

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